Böse Nahrung, gute Nahrung
Posted on | Dezember 29, 2011 | 4 Comments
Nicht nur Deutschland, auch der Rest der Welt ist voll von verrückten Politikern, die einerseits “ihr” Volk nach ihren Vorstellungen erziehen möchten und es andererseits mit tollen Wohltaten beglücken wollen, damit sie von ihm trotz selbst noch der blödesten Erziehungsmaßnahme noch abgöttisch geliebt und gefeiert werden.
In Frankreich wird Cola 35% teurer. Die so “erwirtschafteten” 280 Millionen Euro gehen direkt an den Staat, der damit gewiss Sinnvolleres anstellen wird, als die Franzosen selbst es tun würden – denn die, die kaufen ja schließlich Cola davon.
Cola kommt aus Amerika, das ist in Frankreich soweit ich weiss ähnlich schlimm wie bei uns. Aber schlimmer ist: Es ist Zucker drin. Und der macht dick. Und spätestens hier muss Vater Staat auch in Frankreich erzieherisch eingreifen, darum die Steuer.
Doch vorsicht: Wer jetzt auf den eigentlich naheliegenden Gedanken kommt, dass Milch Fett enthält und darum vermutlich auch bald eine Strafsteuer verpasst bekommt, irrt, denn Milch wird von EU-geförderten Landwirten hergestellt und ist, egal wie ungesund sie ist, per se “gut”.
Wer dagegen annimmt, dass eine ähnliche Steuer innerhalb der nächsten, sagen wir mal, 5 Jahre, auch bei uns eingeführt werden wird, liegt meiner Meinung nach mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit richtig.
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4 Responses to “Böse Nahrung, gute Nahrung”
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Dezember 29th, 2011 @ 00:36
Das ist ja nichts Neues: Der Anbau wird subventioniert, der Verbrauch besteuert. Ob nun Tabak oder Zucker.
Aber bitte nicht durchgehend: Bei staatlich präferierten Anbietern wird natürlich auch von der Verbrauchsbesteuerung abgesehen.
Dass Zucker auch in Frankreich nur zur Herstellung von Cola eingesetzt wird, muss man jedenfalls nicht zwingend annehmen.
Dezember 29th, 2011 @ 16:17
Wie fürsorglich so ein Staat doch sein kann ….
Mal was anderes (wegen dem Zucker komme ich drauf): Stevia (die “Zuckerpflanze”) könnte da doch Abhilfe schaffen, aber dann heulen die Zuckerrübenbauern wieder und der Staat kann ja dann auch keine Steuer mehr drauf machen.
Dezember 29th, 2011 @ 23:11
Ich habe heute etwas gelesen, das sehr gut zu dem Thema passt.
http://www.helsinkitimes.fi/ht.....-diet.html
In Finnland drohen die Behörden tatsächlich damit, Kinder von ihren Eltern wegzuholen, weil sich die Familie kohlenhydratarm ernährt. Was für ein Irrsinn!
Dezember 30th, 2011 @ 12:03
Politiker aller Länder haben offensichtlich eine Quelle für neue Einnahmen entdeckt und wer wäre nicht für Steuern, die “Gutes” bewirken, so scheinbar die Denke der Politiker und überhaupt, wer fett wird, weil er viel Zucker frisst, belastet die Krankenkassen und bla bla so geht das Lamento und in jedem Fall ist es falsch, wie sich schon bei der Tabaksteuer zeigt, die “lenken” soll und nichts anderes darstellt als eine Bestrafung der Unterschicht für nicht-mittelschicht konformes Verhalten:
http://sciencefiles.org/2011/1.....chlerisch/
Aber man kann auch ein ganz anderes Fass aufmachen und die Besteuerung von Lebens- und Essstilen als Klonversuch durch die Regierungen ansehen, die offensichtlich mit dem, was ihre Bevölkerung is(s)t, nicht zufrieden sind und deshalb mal eben Freiheiten einschränken (durch Enzug von Geld bzw. durch Besteuerung frei gewählter Verhaltensweisen). Es gibt eben viele Wege in den Faschismus:
http://sciencefiles.org/2011/1.....volkerung/