AC/DC morgen Abend – in Lüneburg!
Okay – nicht ganz in der Originalbesetzung – aber soundmäßig kommen Riff/Raff schon verdammt dicht ran, wie ich bereits beim letzten Gastspiel in Lüneburg Ende 2007 feststellen durfte. Outfitmäßig übrigens sowies.
Selbstverständlich werd ich darum morgen Abend mal in der Garage Lüneburg vorbeigucken. Los gehts ab 21 Uhr, wer schon vorher da ist, kriegt wahrscheinlich mehr von der Led-Zeppelin-Coverband mit, die das Vorprogramm macht, mir aber (bis jetzt) leider nix sagt. Tickets kosten an der Abendkasse 13 Euro.
Rocken statt bloggen
Da ich mich von Freitag bis Sonntag ausschließlich mit Sex, Drugs und Rock ‘n’ Roll zu beschäftigen gedenke, könnten Kommentare etwas länger in der Moderationsschleife aufgehalten werden, als gewohnt.
Auch mit neuen Artikeln ist bis dahin wohl eher nicht zu rechnen.
Hintergrund: Im hessischen Eschwege bei Kassel, wo man seit über 20 Jahren ein relativ kleines, aber vom Lineup her eindeutig feines Musikfestival veranstaltet, bitten illustre Bands wie The Hives, Anti-Flag, Die Schröders, Culcha Candela, El*ke, Donots und die Fantastischen 4 zum Mitgröhlen und Pogotanzen.
Außerdem dabei: Die wahrscheinlich besten Bands, die Hamburg neben den Beatles je hervorgebracht hat: Fettes Brot und Montreal.
Außerdem gibts noch nen “Überraschungsheadliner” auf die Ohren, bei dem es sich, wie mir gut unterrichtete Kreise schon vor Wochen mitgeteilt haben, um eine bekannte Berliner Deutschrock-Truppe handelt, deren Name irgendwie medizinisch klingt und sich auf “schmerzte” reimt;)
Dass alles und Ticketpreise von um die 60 Euronen hatten bei mir bereits im April sämtliche Abwägungsprozesse außer Kraft gesetzt und direkt eine positive Entscheidung provoziert.
Strohhut, CD-Sammlung und Klappstuhl stehen daher längst bereit. Sollte jemand gute Kontakte zu den Wettergöttern haben, möge er bitte was Trockenes über Hessen bestellen. Und nicht zu heiß, wenns geht. Danke.
Sofern ich Montag noch ein paar konkrete und erwähnenswerte Erinnerungen haben sollte, die außerdem dazu geeignet sind, veröffentlicht zu werden, werde ich selbstverständlich an dieser Stelle ein paar Eindrücke schildern.
Nochmal zum Tag der Niedersachsen in Winsen
Der war nämlich doch nicht sooo schlecht, wie ich dachte. Ich habe ein bisschen was im Fernsehen dazu gesehen und bin gestern Abend doch noch spontan zum Auftritt der Rock n Roll Deputyz gegangen. Die waren mal wieder geil, keine Frage. Auch die Band, die vorher gespielt hatte, (nannte sich Crush, kenn ich weiter nicht) hörte sich gut an, allerdings hab ich davon nicht viel gehört. Für wirklich ausführliche Besuche fehlte mir leider die Zeit, so dass ich mir so oder so keinen Gesamteindruck verschaffen konnte.
Man muss schon sagen, dass da gewaltig was aufgefahren worden ist. Neun Bühnen in so eine kleine Stadt reinzukriegen ist schon was und gut besucht schien mir meine Stadt das gestern Abend auch gewesen zu sein.
Ein bisschen nervig war, dass an den Bierbuden mit Pfandmarken gearbeitet wurde. Das ist für mich eigentlich immer Abzocke. Und so viele Becher, wie dort herumlagen (die Mülleimer liefen nämlich über), dürften damit einige hundert Euro mehr eingenommen worden sein.
Und wenn dann einige hinterm Tresen nicht schnallen, dass sie die Pfandmarke nicht einsammeln müssen, wenn man bloß n neues Getränk haben will, dann fühlt man sich als Kunde schonmal leicht veralbert.
Die Preise waren zudem nicht unbedingt kleinstadtüblich – drei Euro für 0,4 Liter Bier, das ist zwar noch erträglich, aber doch deutlich teurer, als bei anderen Veranstaltungen in Winsen. Ein Mischer kostete übrigens das Selbe, allerdings gabs den dann in 0,2-Liter-Bechern.
Überhaupt, Mischer. Wie armselig ist es bitte, auf dem Tag der Niedersachsen alles mögliche auszuschenken, nur nicht den niedersächsischen Schnaps schlechthin, nämlich Korn? Zumal die Nachfrage definitiv da war, man trinkt bei uns halt viel Colakorn.
Mein Kumpel hatte dann die eigentlich nicht schlechte Idee, sich einfach zwei Mischer in einen großen Bierbecher füllen zu lassen. Es hat ein wenig gedauert, bis die Tresenkraft das geschnallt hatte – wobei so ganz kapiert hatte sie das auch nicht. Bekommen hat er die selben 10cl, die er in einem 0,2-Liter-Becher bekommen hätte, der Rest des großen Bechers wurde dann mit Cola aufgefüllt – und als besonderen Clou hat er dann auch noch für nur einen Becher zweimal Pfand bezahlen müssen (logisch: Er hat ja auch für zwei Becher bezahlt…), allerdings auch nur eine Pfandmarke bekommen (auch klar, er hatte ja auch nur einen Becher) und so unter dem Strich 50 Cent mehr für einen nur halb so gehaltvollen Mischer bezahlt. Gemerkt hat er das erst als er weit weg von der Bierbude überlegt hat, was da eigentlich grade gelaufen ist – man hat ja auf so ner Feier anderes im Kopf als ständig nachzurechnen.
Das waren so die Sachen, die genervt haben. Die Stimmung war wie gesagt aber trotzdem bestens, soweit ich das in der kurzen Zeit feststellen konnte. Und wenn der relativ hohe Bierpreis und die seltsame Pfandpolitik dazu beitragen, dass am Ende kein Loch im Haushalt der ganzen Veranstaltung einen fahlen Beigeschmack gibt, dann kriegt sogar dass mein zustimmendes Nicken.
Mein persönliches Hightlight des Abends hatte trotzdem gar nichts mit der Veranstaltung direkt zu tun: Ich hab nen Kollegen aus der Schule getroffen, den ich vermutlich locker 15 Jahre nicht gesehen hatte. Solche Begegnungen sind es, die große Feste in dieser kleinen Stadt erst so richtig interessant machen.
Tach der Niedersachsen läuft an
An sich ja schön, dass in Winsen mal richtig was los ist.
Aber muss das wirklich sein, dass der Tag der Niedersachsen mit Stadtwerke Winsen, Die Insel, Sparkasse Harburg-Buxtehude, Volkswagen, Nord LB und Lotto Niedersachsen ausschließlich Staatsunternehmen als Hauptsponsoren hat? Konnte man nicht versuchen, freie Geldgeber zu finden, statt so indirekt den Steuerzahler zur Kasse zu bitten?
Naja und das Programm ist alles in allem scheinbar schwerpunktmäßig für die Zielgruppen Kinder und Jugendliche bis 15 und Erwachsene ab 35/40 aufwärts zugeschnitten. Das ist okay, vermutlich ist das für Familien ne ziemlich lockende Kombination.
Aber beim Hessentag gabs dagegen beispielsweise Kracher wie Fettes Brot oder Jan Delay, Grönemeyer und Badesalz und nicht zu vergessen Die Ärzte.
Die Highlights in Winsen an diesem Wochenende sind dagegen Extrabreit und eher unbekanntere, aber feine Bands wie 104 Elements oder Rock n Roll Deputyz. Nicht schlecht, wirklich nicht – aber doch kein Vergleich mit den Highlights aus Hessen!
Naja, hoffen wir im Interesse meiner Heimatstadt aber all diesen Widrigkeiten zum Trotz, dass das Wetter doch noch überraschend aufhört so scheiße zu sein und die Menschen nur so in Scharen herströmen. Wie gesagt: Für Familien ist das sicherlich der Hammer, es gibt wirklich viel zu sehen, auch außerhalb des Showprogramms und Winsen ist alles in allem auch ein hübsches kleines Städchen, dass sich, so mein Eindruck beim durchfahren vorhin, zu diesem Wochenende natürlich nochmal besonders rausgeputzt hat.
Also nicht von meinem Genörgle abhalten lassen und sich selbst ein Bild machen;)
Servicetipp am Rande: Wer einfach nur so durch Winsen fahren will oder muss sollte beachten, dass die wichtigen Straßen alle gesperrt sind, wie ich heute mittag schon leidvoll erfahren musste…
Weil die allgemeine Beflaggung wieder los geht
…und bevor wie damals, 2006, wieder spiessige Langweiler kommen und uns einen vom Pferd erzählen, dass es ja gar kein gutes Licht auf uns werfen würde (Vergangenheit und so) wenn wir die Deutschlandfahne an unsere Autos, Fahrräder, Balkone, Hauswände StudiVZ-Profile machen, gibts ein paar Anmerkungen von mir dazu.
Man kann nicht ausschließen, dass Menschen, die so etwas machen, “stolz auf ihr Land” oder ganz offen nationalistisch gesinnt sind. Denn solche Menschen gibts nunmal.
Die allermeisten Leute, die dieser Tage Flagge zeigen, die tun das – das mag besagte spiessigen Langweiler überraschen – ausschließlich wegen unserer Fussballnationalmannschaft. Die spielt nämlich gerade eine Europameisterschaft und selbst Sportbanausen wie ich gehen felsenfest davon aus und drücken entsprechend die Daumen, dass sie es da weit bringen werden.
Das kann man zum Beispiel auch durch das Symbol der Nationalmannschaft tun und das ist halt zu allererst mal die Deutschlandfahne. Und ehrlichgesagt: Bevor ich überall diesen DFB-Adler sehe, ist mir die Fahne hundertmal lieber, weil sie bunt ist und im Gegensatz zu Adlern auch eine respektable Vergangenheit hat.
Womit die Fahne allerdings gar nichts zu tun hat, sind die 12 Jahre des Tausendjährigen Reichs. Die Fahne, die damals verwendet wurde, sah bekanntermaßen ganz anders aus und nur wer sich richtig lächerlich machen will, unterstellt deutschland-beflaggten Autofahrern automatisch eine Nähe zum Nationalsozialismus.
Gleichwohl muss man den Flaggenzauber natürlich nicht mögen. Aber tolerieren kann und sollte man ihn schon. Denn er ist in diesem Fall, wie bei allen anderen europäischen Fussballnationen auch, nichts weiter als ein Symbol der Verbundenheit zur deutschen Mannschaft. Und das ist nichts, dessen man sich schämen müsste – spätestens nach dem erfolgreichen Endspiel sehen das hoffentlich auch die spiessigsten Langweiler ähnlich.
Für mich stellt sich die Frage, ob ich mein Auto beflagge übrigens schon deshalb nicht, weil ich keins habe. Hätte ich eins, würde ich wahrscheinlich auch drauf verzichten, wie ichs 2006 auch getan habe.
850 Jahre Winsen
Von gestern bis mitte Oktober wird der runde “Geburtstag” mit dem Tag der Niedersachsen gefeiert.
Nach kurzem Überfliegen des Veranstaltungskalenders ist mir jetzt so nix aufgefallen, das mich so richtig vom Hocker haut. Ich bin und bleibe halt ein Kulturbanause.
Aber für manchen wird das Programm dennoch interessant sein, weshalb ichs einfach mal verlinke.
Stadtfest Winsen
Nächste Woche Mittwoch, also am 30. April, ist es wieder soweit: Das mittlerweile 31. Winsener Stadtfest beginnt. Fünf Tage lang verwandelt sich Winsens normalerweise eher mäßig aufregende Innenstadt in eine Partymeile.
Meine persönlichen Highlights:
- Mittwoch
gehts einfach nur los, das reicht eigentlich schon;)gehts nicht einfach nur los, sondern auf der Herforder-Bühne an der Kirche spielen ab 19.30 Olaf und Dieter Klassiker aus Rock und Pop. - Donnerstag um 19 Uhr auf der Herforder-Bühne – 104 Elements
- Freitag 20.30 Uhr Bühne Sparkasse Harburg-Buxtehude – Rock n Roll Deputyz (genau, die von unserer legendären Faslamsparty!)
- Samstag: Crush2002 und April May June ab 19 Uhr auf der Herforder-Bühne (könnte auch n Fehler auf der Website sein, vielleicht treten die aber wirklich irgendwie abwechselnd auf)
- Sonntag: 15 Uhr Elbdeichbrummer
Mir ist durchaus bewusst, dass der letzte Programmpunkt ein bisschen aus der Reihe fällt. Aber der Chor besteht nunmal zu einem nicht unerheblichen Teil aus Hooptern, darunter logischerweise diverse Bekannte und sogar Verwandte meinerseits und außerdem ist das eine lustige Truppe. Trotzdem ist es an sich eher ein Chanty/Männerchor und eben keine Rockband. Rockt trotzdem, nur eben anders;)
Das wären, wie gesagt, die Punkte, die mich neben dem allgemeinen Trubel besonders interessieren. Es findet natürlich noch mehr statt – Einzelheiten gibts hier.
Faslamszeit
An Faslam gehts ja mitunter heiß her. Ob das der Grund ist, weshalb mein derzeitiger Arbeitgeber einige Seiten der Website des Hoopter Faslam sperrt?
Ich halte die Einstufung als “Pornographie” dann doch für leicht übertrieben. Zumindest die Seite ist dahingehend wirklich unbedenktlich und auch die Veranstaltung selbst ist alles Mögliche, aber nicht pornographisch.
Trotzdem, und das bleibt festzuhalten, wird der nächste Hoopter Faslam Maßstäbe setzen. Denn erstmals wird bei der obligatorischen Faslamsparty eine reine (und feine) Rockband auftreten, die die Veranstaltung gründlich verändern wird.
Nicht dass es grundsätzlich etwas am Konzept der üblichen Faschingspartys auszusetzen gäbe – aber warum nicht mal Pogo statt Discofox tanzen?
Mit der Verpflichtung der “Rock and Roll Deputyz“, die zwischen Hamburg und Lüneburg und darüberhinaus mittlerweile einen recht guten Bekanntheitsgrad erreicht haben, hat der Faslamsverein sich einen Stimmungsgaranten ins Haus geholt.
Eine reine Rockband zu Faslam – das ist zwar recht unkonventionell. Aber die Jungs sind einfach geil und bringen mit bekannten Hits von ACDC, den Stones, Status Quo, Westernhagen, Bon Jovi, Guns n Roses, Metallica, Queen und Green Day regelmäßig die Luft zum kochen und Fans guter Musik zum Schwitzen, so dass man wohl davon ausgehen kann, dass unsere Faslamsparty im Januar ausnahmsweise auch mal ein Pflichttermin für Rockfans ohne Faslams- oder Faschingsmentalität werden wird. Für Rockfans mit Faslamsmentalität wie mich ist das natürlich absoluter Zucker;)
Wer Bock gekriegt hat, der möge sich auf jeden Fall den 19. Januar 2008 vormerken – und sich dann ab 21 Uhr in Sievers Gasthaus in Hoopte einfinden – und auf eine höchstwahrscheinlich legendäre Rocknacht im Zeichen des “Hooptis” freuen.
Weiterer wichtiger Termin ist selbstverständlich der Faslamsumzug, der am nächsten Tag stattfindet. Der startet – High Noon – um 12 Uhr Mitags und wenn man sich irgendwo in Hoopte an die Straße (um es auswärtigen Besuchern einfach zu machen haben wir auch nur eine “richtige” Straße…) stellt, dann kommt er irgendwann vorbei.
Mit dabei übrigens auch ein sturzbesoffener verdächtig fröhlicher Blogautor, der das Thema seines Wagens an dieser Stelle noch nicht verraten möchte, jedoch mit dem Gedanken spielt, sich dazu passend als ein bekannter SPD-Politiker (oder einer Karikatur dessen) zu verkleiden.
Aber da das alles noch nicht ganz zuende gedacht ist, müssen diese Hinweise erstmal genügen um Interesse zu wecken;)
Wer sich bei Erwähung des Begriffs ‘Faslam’ immer noch verwundert und fragend die Augen reibt, dem empfehle ich einmal mehr meinen erläuternden Artikel aus dem Januar und zur Abrundung noch meinen hautnahen Erlebnisbericht zu meiner etwas ungeplanten Teilnahme am benachbarten Umzug der Stöckter Faslamsbrüder.
Hafengeburtstag
Bin soeben durch das Hamburgblog auf den Termin des Hamburger Hafengeburtstages aufmerksam geworden:
“Vom 11. bis 13. Mai wird im Hamburger Hafen gefeiert”
Sprich: Kommendes Wochenende. Das Programm steht wie immer auf der offiziellen Website.
Veranstaltungshinweis: Winsener Stadtfest
Veranstaltungshinweise zu Festivitäten in meiner Heimat haben hier ja schon eine gewisse Tradition (siehe hier oder auch hier – beziehungsweise hier).
Darum möchte ich jetzt mal auf ein echtes Winsener Highlight hinweisen. Jedes Jahr vom Mittwoch vor Himmelfahrt bis zum Sonntag darauf verwandelt sich meine meist eher ruhige Stadt nämlich in eine große Theke mit viel Live-Musik, Karussells sowie Fressbuden, die von Crepes und Champignon-Pfannen über Pasta, Pizza und Pommes bis Zuckerwatte so ziemlich alles bieten, was Gesundheitsfans das Grausen lehrt. Und das schon seit mittlerweile 30 Jahren!
Dank der Ausnutzung des von Vielen per Brückentag gerne verlängerten Wochenendes handelt es sich um eines der längsten Stadtfeste überhaupt und trotzdem bietet es genug Abwechslung, um jeden Tag zumindest mal einen kleinen Rundgang zu machen.
Einzelheiten zum Programm gibt es auf der offiziellen Stadtfest-Website.
