Archiv für die Kategorie 'Persönlichkeiten'

Jun 20 2010

Sehr geehrte Herren Grönemeyer, Westernhagen und Hopp,

Autor: Jan. Abgelegt unter Persönlichkeiten

Ihren Wunsch, diesem Staat mehr Geld schenken zu müssen, habe ich zur Kenntnis genommen. Ich freue mich aufrichtig für Sie, dass Sie sich aufgrund Ihrer persönlichen wirtschaftlichen Lage offenbar Luxusprobleme wie die, “zu wenig” Steuern zu zahlen, leisten können.

Sie alle sind vermutlich in Ihren Jobs dermaßen eingespannt, dass Sie von der Welt um Sie herum nicht so besonders viel mitbekommen, jedenfalls möchte ich das für Sie hoffen.

Denn sonst wäre es ganz schön peinlich, dass Sie scheinbar noch nicht gemerkt haben, wie der Staat mit unserem (und zwar nicht nur Ihrem) Steuergeld in Wirklichkeit umgeht: 67 Millionen Euro fließen als Entwicklungshilfe nach China, 5 Milliarden Euro gar werden mal eben Autokäufern geschenkt, wenn sie ihren alten fahrbaren Untersatz verschrotten lassen, 2 Millionen Euro Steuergeld lassen “wir” uns Improvisations-Jazz kosten. Die für Umwelt, Bevölkerung und deren Hab und Gut alles andere als folgenlose, wirtschaftlich völlig überflüssige und – glaubt man den Klima-Apokalyptikern – sowieso teuflische Förderung von Steinkohle, mit der ganze Landstriche untertunnelt werden und die irgendwann unweigerlich zu einer ansehnlichen Seenlandschaft an der Stelle des heutigen Ruhrgebietes (das ist da, wo Bochum ist, Herr Grönemeyer!) führen wird, kostet uns immernoch 3 Milliarden Euro – jedes Jahr!

Das sind Beispiele, die mir aus dem Stand und ohne großes Nachdenken einfallen und es ist daher zu befürchten, dass es noch hunderte weitere Beispiele dafür gibt, wie der Staat mit Ihrem und auch meinem Geld umgeht. Vor diesem Hintergrund stimmt es mich doch sehr bedenklich, dass Sie eine derartige Verschwendungswut freiwillig mit noch mehr Geld belohnen möchten. Halten Sie das für sinnvoll? Für sozial verantwortbar?

Finden Sie es fair, Ihre Prominenz dazu zu nutzen, andere, die vielleicht nicht so viel auf hohen Kante, aber trotzdem ein ordentliches Einkommen haben, über Bande dazu zu zwingen, für den oben genannten Murks und die vielen anderswo verschwendeten Milliarden noch mehr Geld zu berappen, statt selbst zu entscheiden, wer wofür wieviel bekommen soll?

Finden Sie es dem Mittelstand und den Geringverdienern in diesem Land gegenüber fair, Stimmung für höhere Steuern zu machen, unter denen auch diese Gruppen nicht zu knapp zu leiden haben?

Können Sie sich nicht bitte künftig etwas mehr auf die Dinge konzentrieren, von denen Sie etwas verstehen? Fussball, Software, Musik und sowas? Damit wäre dem Gemeinwohl auf jeden Fall mehr gedient, als mit Forderungen, dieser Staat solle bitte noch mehr Geld für noch mehr Unsinn rauswerfen, statt endlich mal zu schauen, was das Richtige, das Wesentliche ist und was ideologischer Abfall diverser Bundesregierungen und Mehrheiten in den letzten 60 Jahren.

Danke für Ihr Verständnis, hochachtungsvoll,

Jan Filter, Normalverdiener

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Jun 16 2010

Gauck, der DDR-Verleumder

Autor: Jan. Abgelegt unter Persönlichkeiten

Oskar Lafontaine war zwar erst lange nachdem die SED nicht mehr SED hieß Chef der früheren Regierungspartei des Arbeiterparadieses im Osten Deutschlands, offenbar fühlt man sich in seiner Position trotzdem irgendwie verantwortlich, DDR-Kritikern die Leviten zu lesen – zumal, wenn sie sich um ein Bundespräsidentenamt bewerben:

Der ehemalige Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine hat dem Bundespräsidentschaftskandidaten Joachim Gauck Hetze gegen die DDR vorgeworfen. Gauck habe als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen seine Behörde instrumentalisiert, «um die DDR auf allen Ebenen zu delegitimieren», sagte Lafontaine der Online-Ausgabe des Magazins «Stern».

Es ist aber auch sowas von gemein von diesem Gauck, dass er die schöne DDR schlechtredet, in der alle Menschen so gern gelebt haben und die man sogar einzäunen und ummauern musste, damit das Land nicht an Überbevölkerung durch Flüchtlinge aus dem Westen, die auf der Suche nach Freiheit und Wohlstand waren, zusammenbricht.

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Jun 14 2010

Filterblog präsentiert: Die Clowns der Woche!

Autor: Jan. Abgelegt unter Persönlichkeiten

Die Meinungen zur bundesweiten Beflaggung aller PKW und Vorgärten gehen auch in diesem Jahr mal wieder weit auseinander. Mancher findet sie peinlich und überflüssig, andere vielleicht dagegen doch ganz hübsch bunt.

So richtig albern wirds allerdings, wenn man schwarzrotgold in WM-Zeiten allen Ernstes als Symbol für Nationalismus interpretiert. Ja sicher, man kann nicht ausschließen, dass es tatsächlich national gesinnte Fussballfans gibt – aber es zeugt schon von einer besonders ausgeprägten Form von Paranoia, wenn man tatsächlich unterstellt, so ca. alle vier Jahre gäbe es massive Wellen des Nationalismus, der weite Teile der Bevölkerung mitreisst und darum ein total schlimmes Problem wäre, auch wenn er danach wieder sang-, klang- und vor allem (bisher jedenfalls) weltkrieglos in der Versenkung verschwindet.

Es gibt aber Zeitgenossen, die tatsächlich so bescheuert sind. Oder wenigstens vorgeben, so beknackt zu sein – es kann natürlich auch sein, dass die Herrschaften, die sich so ein ulkiges und auf Diebstahl von Fanartikeln basierendes “Capture the Flag”-Spiel ausgedacht haben, einfach nur auf Krawall aus sind. Da es sich offenbar um eine Untergruppierung jener Faschisten handelt, die sich selbst einreden, sie wären gegen Faschismus, wäre das ja so weit nicht hergeholt, denn diese Leute sind in der Regel einfach nur auf Gewalt aus.

Im Interesse dieser Vollidioten hoffe ich aber eigentlich sogar ein bisschen, dass es ihnen wirklich wie üblich “nur” um Gewalt gegen unbedarfte Bürger geht und sie nicht darüberhinaus auch noch den lächerlichen Quatsch glauben, den sie auf ihren Websites verbreiten:

Die nationalen und rassistischen Auswüchse der Fußball-WM sind entschieden abzulehnen und zu bekämpfen. Nachdem sich Deutschland für das hoch gewonnene Gruppenspiel gegen Australien bereits als zukünftigen Weltmeister feiert bleibt uns nichts anderes übrig als das von allen Deutschlandprolls gefürchtete Spiel „Capture the flag“ auszurufen.

Dieser selbsternannte “anti-nationale Weltfussballverband” vergibt Punkte auf jedes geklaute Teil, das irgendwas mit Fussball, beziehungsweise der Nationalmannschaft zu tun hat. Natürlich nur mit der deutschen, denn wenn andere Bürger ihren Mannschaften zujubeln, ist das offenbar in Ordnung, weil Nationalismus etwas ist, dass es nach Ansicht der Faschismus-Experten nunmal nur in Deutschland gibt,

Ich gratulieren den Armleuchtern von “Hannover gegen Nazis” herzlich zu diesem wertvollen Beitrag zur Weltverbesserung und erkläre sie hiermit feierlich zu meinen Clowns der Woche. Weiter so, Jungs, Ihr schlagt jede Satire.

Übrigens habe sogar ich Fussballbanause mir das Spiel der Deutschen Mannschaft angesehen und mich sogar übers Ergebnis gefreut. Und bevor nun zufällig einige dieser Faschisten-Clowns mitlesen sollten und angesichts dieser bitteren Erkenntnis vor Schreck vom Hocker zu fallen drohen, bitte diese Entwarnung zur Kenntnis nehmen: Ich habe das Spiel vorsichtshalber in einem Irish Pub in einer slowakischen Stadt zusammen mit einem Japaner (der übrigens auch den Deutschen zugejubelt hat) gesehen und dabei tschechisches Bier getrunken. Trikots oder sowas hab ich auch nicht, bin also vergleichsweise unverdächtig. Aber was heisst das schon, wenn mans mit solchen Knalltüten zu tun hat.

Achja und schonwieder Danke für den Link, Thomas ;)

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Mai 17 2010

Aus der Reihe: Bemerkenswerte Zitate

Autor: Jan. Abgelegt unter Persönlichkeiten

“Sie war jedenfalls nicht undemokratischer”

Die stellvertretende Vorsitzende der Die Linke auf die Frage, ob die DDR demokratischer war als die Bundesrepublik.

Via Zettels Raum, wo sich weitere interessante Zitate finden.

Ein Kommentar

Mai 06 2010

Ich Idiot

Autor: Jan. Abgelegt unter Persönlichkeiten

Wolfgang Grupp (bekannt aus Film, Funk und Fernsehen) hat da in einem Interview ein paar interessante Sachen gesagt. Zum Beispiel:

Ich bin der Meinung, dass die Welt besser wäre, wenn es das Internet nicht gäbe. Früher hat man Briefe geschrieben, sich persönlich unterhalten und sich für ein Gespräch Zeit genommen. Früher hat man auch Bücher gelesen und sich gebildet. Heute hängen die Menschen stundenlang vor dem PC und verblöden.

Wunderbar auch dieser Satz:

Twitter ist für mich einfach nur dumm und die Menschen, die das nutzen, sind für mich Idioten.

Ich glaube ja, Wolfgang Grupp wäre glücklich, wenn man Deutschland mit einer hohen Mauer umgeben würde, am besten auch noch überdachen. Damit all diese störenden technischen und wirtschaftlichen Fortschritte auf keinen Fall mehr die friedliche Insel Deutschland in ihrer Ruhe stören können.

Grupp ist eine Art lebendiges Museum. Er führt sein Unternehmen nach den Regeln von Vorvorgestern (er bewirbt es faszinierenderweise sogar mit Fernsehspots, die den Charme der 80er-Jahre versprühen) – aber immerhin scheinbar mit Erfolg.

Der sei ihm auch von Herzen gegönnt aber dass dieses Modell und dieser scheuklappenartige Blick auf die Welt nichts weiter als ein kurioser Sonderfall ist, der in erster Linie davon lebt, dass er eben “Anders” ist, liegt ja auf der Hand.

Naja aber vielleicht liegt dass auch nur für uns, die wir verblödete Idioten sind auf der Hand.

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Dez 27 2009

Schlüsselqualifikationen

Autor: Jan. Abgelegt unter Persönlichkeiten

Was macht einen guten Politiker aus? Pauschal ist das wohl schwer zu sagen.

Auch als Blogger zähle ich intensives Bloglesen eigentlich nicht dazu, allerdings macht es schon einen verdammt guten Eindruck, wenn man überraschend feststellt, dass der Generalsekretär einer gewissen Regierungspartei nicht nur Blogs zu lesen scheint, sondern sie auch schonmal höchstpersönlich kommentiert.

Zumindest die FDP scheint sich damit endgültig auf dem Weg zur Öffentlichkeitsarbeit 2.0 begeben zu haben. Schaun wir mal, wann die Spitzen anderer großer Parteien nachziehen.

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Okt 09 2009

Demontage einer Institution

Autor: Jan. Abgelegt unter Persönlichkeiten

Als im Jahr 2007 Al Gore den Friedensnobelpreis bekommen hat, habe ich das zunächst für einen ziemlich blöden Scherz gehalten. Heute morgen hatte ich ein Deja-Vu, als es hieß: Barack Obama sei in diesem Jahr mit diesem bislang recht angesehenem Preis ausgezeichnet worden.

Beides war kein Scherz, Al Gore hat den Preis quasi für das Drehen eines “Wahrheit” verkaufenden, aber auf eben nur schwer beweisbaren Theorien aufbauenden Films und der Entfesselung eines globalen Hypes, der sehr nachhaltig unvorstellbare Mengen an Geld kostet, mit dem man viel Gutes hätte bewirken können. Man mag all das gerechtfertigt und sinnvoll finden, friedlicher hat es die Welt aber bis heute trotzdem nicht gemacht.

Barack Obama erhält den Preis, wie ich im Radio gehört habe, für die Veränderung des diplomatischen Klimas, die seit seiner Wahl stattgefunden hat.

Nunja – Obamas Amtsvorgänger, da kann man über ihn sagen was man will, hatte das objektiv betrachtet auch schon hinbekommen – nur fand das Nobel-Komitee diese Änderung offenbar nicht politisch korrekt genug, um diese Leistung mit einem Preis zu belohnen. Dabei kann man, unabhängig davon, wie man zum Irakkrieg, seinen immensen Kosten (ich meine weniger die materiellen, sondern natürlich in erster Linie die Menschenleben) und sein Zustandekommen finden mag nicht bestreiten, dass Bushs Politik ein menschenverachtendes Verbrecherregime* entmachtet hat. Das ist bei allen Vorbehalten gegenüber der Bush’schen Art, Politik zu betreiben immernoch mehr, als Obama bisher vorzuweisen hat.

Zu dessen nun mit dem Nobelpreis ausgezeichner “Leistung” twitterte Julian Reydt ziemlich treffend

Wäre ich nach Bush junior US-Präsident geworden, ich hätte den Friedensnobelpreis auch bekommen. Einfach so.

- denn nach norwegischen Maßstäben scheint das ja nicht besonders schwer zu sein.

Wenn Versprechungen und Gutmenschentum allein ausreichen, um einen Nobelpreis zu bekommen, dann muss ihn mittelfristig in der Tat auch der Weihnachtsmann mal kriegen. Ich habe für mich jedenfalls beschlossen, diesen offenbar nach völlig wirren Kriterien vergebenen Preis künftig nicht mehr ernst zu nehmen.

Eigentlich schade drum. Andererseits: Was will man denn auch von einem Friedenspreis erwarten, dessen Gründer Sprengstoffe hergestellt hat?**

Nachtrag: Heute vor genau 20 Jahren hat übrigens eine friedliche Revolution stattgefunden, die in ihrer Folge für Millionen Menschen, für Deutschland, Europa und die ganze Welt große Bedeutung erlangt hat. Wären nicht die Bürger Leipzigs ein würdigerer Preisträger gewesen als ein frisch gewählter Regierungschef?

* Das die amerikanische Regierung mal mit eben diesem Regime ziemlich dicke war, ändert natürlich nichts daran, dass es sich um Verbrecher gehandelt hat. Insbesondere einen Liberalen kann die Tatsache, dass ein Staat – und sei er auch noch so demokratisch legitimiert – gemeinsame Sache mit solchen Gangstern macht, nicht großartig überraschen. Keine Regierung (inklusive der gerade entstehenden deutschen) ist schließlich so gut, wie sie selbst grundsätzlich tut oder wie wir sie uns in unserer Naivität gerne herbeiträumen.

** Das hat er übrigens als allererstes bei mir um die Ecke getan.

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Sep 30 2009

Darf “so einer” Außenminister werden?

Autor: Jan. Abgelegt unter Persönlichkeiten

Ich gebe zu: Ich kann ertragen, wenn Menschen gewisse Probleme damit haben, dass manche andere Menschen homosexuell sind. Ich finde es lächerlich und altmodisch aber ich weiss auch, dass man sich an die Vorstellung, dass es so etwas wie Homosexualität gibt, erstmal richtig gewöhnen muss, wenn man damit konfrontiert wird und gestehe da jedem eine gewisse “Gewöhnungsphase” zu.

Nicht zu ertragen finde ich es allerdings, wenn Menschen aus ihrem eigenen Unvermögen, die Homosexualität anderer Menschen anzuerkennen, diese dann allein ihrer sexuellen Orientierung wegen meinen herabsetzen zu müssen.

Die Preisfrage lautet nun: Muss man dem SPD-Politiker Peter Lagner krankhaften Schwulenhass unterstellen, weil er gesagt hat, dass er nicht will, dass Guido Westerwelle Außenminister wird, weil er nunmal homosexuell ist – oder kann man diese in jeder Hinsicht saudumme Aussage, da am Wahlabend getätigt, irgendwie doch mit dem Schock für die SPD wenn nicht entschuldigen, so zumindest erklären?

Immerhin hat der Mann aber in sofern Glück, als dass die Machtspielchen innerhalb seiner SPD derzeit so viel interessanter sind als sein verbaler Ausfall. Dabei bin ich sicher, dass die SPD auch schon Leute für weniger rüde p.c.-Verletzungen zum Rücktritt aufgefordert hat, auch wenn die vielleicht nicht unbedingt aus der eigenen Partei waren.

Es entbehrt übrigens nicht einmal einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet jemand aus der SPD ausgerechnet Westerwelle, der sich eigentlich immer Mühe gegeben hat, seine Homosexualität aus seiner Arbeit rauszuhalten – im Gegensatz zu anderen Politikern, die ihre sexuelle Orientierung im Dienste der PR in eigener Sache regelrecht ausgeschlachtet haben.

Wie haben ja schon im Wahlkampf regelmäßig Lästereien über “Herrn Schwesterwelle” ertragen müssen – scheinbar ist der Mann so gut, dass man auf so primitive “Argumente” zurückgreifen musste, um ihn zu bekämpfen.

Das hat zu Glück nichts genützt und die meisten Wahlkämpfer – auch von der SPD – haben sich auf politische Argumente gegen die FDP beschränkt.

Nun sind die Koalitionsverhandlungen ja noch lange nicht abgeschlossen und Details logischerweise noch nicht bekannt. Vielleicht wird Guido Westerwelle also gar nicht Außenminister – aber dass ein großer Teil der Bevölkerung offenbar kein Problem damit hat, das tröstet über idiotische Bemerkungen wie die des Herrn Lagner von der SPD dann doch irgendwie  hinweg.

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Sep 23 2009

Die Linke – Randale und Blockaden statt Demokratie

Autor: Jan. Abgelegt unter Persönlichkeiten

“In Frankreich kommt es schon mal vor, dass Autobahnen und Zugstrecken blockiert werden, wenn die Regierung gegen den Willen der Bevölkerung handelt. Das wünsche ich mir auch für Deutschland.”

sagt Oskar Lafontaine.

Im Klartext hätte er also gerne, dass wir Politik gestalten, indem wir das Land oder Teile davon lahmlegen. Indem wir also lauter Dinge tun, für deren Vermeidung ursprünglich mal die Demokratie eingerichtet worden war – denn wenn wir politische Fragen künftig wieder wie in der Steinzeit mit Gewalt und Faustrecht klären, dann brauchen wir keine Regierung mehr und können uns übrigens auch wochenlanges wahlkämpfen schenken.

Nur mit Gerechtigkeit hätte diese Relativierung der demokratischen Prozesse natürlich nichts zu tun.

Das einer wie Lafontaine allerdings von einem politischen System träumt, indem der das Sagen hat, der am lautesten schreit und am aggressivsten seinen Standpunkt klar macht, das verwundert natürlich nicht. Hoffentlich kriegt dieser Idiot nie wieder ein wichtiges politisches Amt.

Update: David Salm hat tatsächlich heute Abend noch einen Strafantrag gegen Oskar Lafontaine wegen öffentlichen Aufrufs zu Landfriedensbruch gestellt. Schaun wir mal, was draus wird.

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Aug 22 2009

Zivilcourage ist wählbar

Autor: Jan. Abgelegt unter Persönlichkeiten

Einige ganz, ganz treue Leser mögen sich womöglich noch an folgenden Brief, den ein dresdener Hoteldirektor im Oktober 2007 geschrieben hat, über den ich damals schon einen Artikel geschrieben hatte, erinnern:

NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Dresden, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.

Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Johannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer

Antidiskriminierungsleitsätze hin oder her – ich fand damals und finde immer noch, dass dass genau die richtige Reaktion gewesen ist.

Diese Meinung hatte ich bereits bevor ich bemerkt hatte, dass es sich um einen Parteifreund handelt. Jetzt kandidiert Johannes Lohmeyer im Wahlkreis 160 (Dresden I) für den Deutschen Bundestag – da kann man nur viel Erfolg wünschen!

Ein Kommentar

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