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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Veranstaltungstipp: “Liberale Denker”

Ich lese gerne und viel, allerdings meistens absurd komische Romane, brillant geschriebene Historien-High-Tech-Thriller oder schlicht “was Spannendes“. Seltener schon Klassiker mit Tiefgang und Politik-Bezug, noch seltener Sachbücher. Kommt beides mal vor, allerdings lese ich in erster Linie während meiner Pausen bei der Arbeit und da kommt es mir eher auf Zerstreuung, als auf den Gewinn neuer Kenntnisse an.

Dementsprechend dünn sind meine Kenntnisse, was das theoretische Werk der großen klassischen Vordener des Liberalismus betrifft. Zwar bilde ich mir gern ein, dass man die auch nicht unbedingt braucht und es genügen kann, ein paar grundlegende Gedanken zum Maßstab der eigenen Position zu machen.

Staatliche Regelungswut generell zu hinterfragen zum Beispiel. Oder, dass durchschnittliche Erwachsene von niemandem und am Allerwenigsten vom Staat erzogen werden dürfen. Und dass manche Staatsapparate in verschiedener Hinsicht Monster sind und sich in der Geschichte zu oft in noch viel größere und vor allem blutrünstigere Monster entwickelt haben und man ihnen deshalb gar nicht scharf genug auf die Finger sehen kann. Sowie die Tatsache, dass keiner mit seinem sauer verdienten Geld sorgsamer umgehen wird, als er selbst.

Wenn man sich aber so ausführlich un so lange mit dem Thema Liberalismus beschäftigt, wie ich das mittlerweile mache, begegnen einem immer wieder große Namen wie Bastiat, Mises, Rothbard, Hayek, oder Friedman. so dass ich inzwischen eine wenigstens ungefähre Vorstellung davon habe, was diese Herrschaften an theoretischem Gedankenwerk entwickelt haben.

Aber wenn sich eine hervorragende Möglichkeit, das zu vertiefen ergibt, die sich noch dazu mit der Gelegenheit, einen Haufen interessanter Leute (wieder-)treffen zu können, ist das dennoch ein beinahe unwiderstehliches Angebot und so hab ich mich dann zur Veranstaltung “Liberale Denker” der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach in knapp einem Monat angemeldet. Mehr dazu, sowie die Gelegenheit zur Anmeldung findet sich auf der Website der (übrigens FDP-nahen) Akademie. Und wer neugierig ist, wer sich da noch so rumtreibt, kann sich mal die (wenn auch nicht zwangsläufig vollständige und auch nicht verbindliche) Gästeliste des zugehörigen Facebook-Events anschauen.

Dass meine Vorfreude auf diese Veranstaltung sich schon jetzt, Anfang Januar und damit vor beinahe der gesamten Faslamszeit, die mir mindestens so wichtig ist, wie dieses ganze Politikgedöns, einstellt, ist übrigens nicht normal und durchaus bemerkenswert. Ich möchte daher die “Liberalen Denker” unbedingt jedem ans Herz legen, der sich nicht nur tagespolitisch sondern auch grundsätzlich mit den Prinzipien der Freiheit beschäftigen will. Sehen wir uns also in Gummersbach.

PS: Falls zufälig jemand mit dem Auto (die Akademie liegt ja verkehrstechnisch leider gelinde gesagt ziemlich am Arsch der Heide) aus der groben Richtung Hamburg oder von irgendwo dazwischen anzureisen gedenkt, würde ich mich gern für eine Fahrgemeinschaft empfehlen;)

Harburger Juso-JuLi-Gipfel die 2te

Morgen Abend ist es wieder so weit: Jusos und JuLis meines Landkreises prallen aufeinander.

jusojuligipfel_mai09

Es war beim letzten Mal kein Kampf der Kulturen, sondern eine Gelegenheit, ein paar Vorurteile auszuräumen. Weder sind Jusos grundsätzlich Antikapitalisten, noch JuLis grundsätzlich unsozial. Beides hätten wohl nicht alle Vertreter beider Seiten vorher unbedingt gedacht.

Stellenweise versuchten JuLis Jusos davon zu überzeugen, dass 1-Euro-Jobs nicht nur volkswirtschaftlich schlecht sind und in Einzelfällen echten Firmen Konkurrenz machen, sondern selbstverständlich auch keine besonders soziale Lösung sind.

Auf der anderen Seite bemühte sich einer der Jusos darum, klarzustellen, dass Geld an sich ja nichts Schlechtes ist…

Kurz gesagt war die Veranstaltung bestens zur Horizonterweiterung geeignet und um festzustellen, dass die jeweilige Gegenseite in der Realität wohl doch nicht ganz so dämonisch daherkommt, wie mans aufgrund einzelner Aussagen manchmal vermuten könnte.

Morgen geht es also in die zweite Runde des Juso-JuLi-Gipfels. Gleicher Ort – wieder direkt bei mir gegenüber (auf Vorschlag der Jusos, wohlgemerkt – war nicht einmal meine Idee) im Hoopter Clubheim “Bei Wolli”, Hoopter Sportplatz 2, 21423 Winsen (Luhe) um 19.30 Uhr. Gäste sind willkommen und dürfen selbstverständlich auch mitreden, wenn sie möchten.

“Freiheit statt Angst – Für die Grundrechte”

Bürgerrechtler rufen für Samstag, den 31. Mai 2008 in vielen Städten zur Teilnahme am bundesweiten Aktionstag gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Im ganzen Land werden besorgte Bürgerinnen unter dem Motto “Freiheit statt Angst – Für die Grundrechte” auf die Straße gehen.

Mehr dazu beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

Wer findet, dass es nicht okay ist, die heutigen Kommunikationsmittel zu Werkzeugen der Verbrechensbekämpfung umzufunktionieren, so dass durch dumme Umstände theoretisch jeder plötzlich unter schlimmste Verdächtigungen geraten könnte, sollte unbedingt in einer der vielen Städte mitmachen und auf die Straße gehen.

Das scheint in dieser Frage die einzige Sprache zu sein, die Minister wie Schäuble oder Zypries noch verstehen.

Liberales Grillen in Hoopte

Der Vorstand der Jungen Liberalen Harburg-Land lädt mal wieder ein: Am 4. Mai, also kommenden Sonntag, wird wieder gegrillt.

Und zwar im Winsener Ortsteil Hoopte, am Hoopter Sportplatz 5 in 21423 Winsen (Luhe), ab 19 Uhr.

Eingeladen fühlen darf sich jeder, auch jenseits der offiziellen JuLi-Altersgrenzen zwischen 14 und 35, man muss sich selbst nicht einmal als liberal bezeichnen – Interesse am politisches Tagesgeschehen und/oder geselligem Beisammensein mit netten jungen Leuten genügen völlig als Teilnahmebedingungen.

Einzelheiten und das offizielle Einladungsschreiben gibt es hier (als PDF). Wer vorbeikommen will, sollte sich spätestens bis morgen abend bei mir melden (Daten dazu stehen ebenfalls auf der Einladung).

Stadtfest Winsen

Nächste Woche Mittwoch, also am 30. April, ist es wieder soweit: Das mittlerweile 31. Winsener Stadtfest beginnt. Fünf Tage lang verwandelt sich Winsens normalerweise eher mäßig aufregende Innenstadt in eine Partymeile.

Meine persönlichen Highlights:

  • Mittwoch gehts einfach nur los, das reicht eigentlich schon;)gehts nicht einfach nur los, sondern auf der Herforder-Bühne an der Kirche spielen ab 19.30 Olaf und Dieter Klassiker aus Rock und Pop.
  • Donnerstag um 19 Uhr auf der Herforder-Bühne – 104 Elements
  • Freitag 20.30 Uhr Bühne Sparkasse Harburg-Buxtehude – Rock n Roll Deputyz (genau, die von unserer legendären Faslamsparty!)
  • Samstag: Crush2002 und April May June ab 19 Uhr auf der Herforder-Bühne (könnte auch n Fehler auf der Website sein, vielleicht treten die aber wirklich irgendwie abwechselnd auf)
  • Sonntag: 15 Uhr Elbdeichbrummer

Mir ist durchaus bewusst, dass der letzte Programmpunkt ein bisschen aus der Reihe fällt. Aber der Chor besteht nunmal zu einem nicht unerheblichen Teil aus Hooptern, darunter logischerweise diverse Bekannte und sogar Verwandte meinerseits und außerdem ist das eine lustige Truppe. Trotzdem ist es an sich eher ein Chanty/Männerchor und eben keine Rockband. Rockt trotzdem, nur eben anders;)

Das wären, wie gesagt, die Punkte, die mich neben dem allgemeinen Trubel besonders interessieren. Es findet natürlich noch mehr statt – Einzelheiten gibts hier.

Stöckter Faslam

Erst erstaunt, dann leicht zornig auf die Selektivität der Lüneburger Landeszeitung war ich, als ich zufällig diesen Artikel zum am Wochenende bevorstehenden Stöckter Faslam entdeckte.

Ja, der Umzug der Stöckter mag größer sein als alle anderen aber dass es ein 800-Einwohner-Dorf  alleine (im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen Umzügen, insbesondere dem der Stöckter ist der Hoopter Faslam nämlich wirklich der Hoopter Faslam und nicht internationales Sammelbecken aller Faslamsverrückten südlich von Hamburg) schafft, 16 Themen auf den Deich zu bringen und trotz absolut beschissenem Wetter eine grandiose Stimmung zu erzeugen, die auch im kommenden Jahr eine beachtliche Besucherzahl anlocken dürfte, dass könnte man ruhig auch in der Landeszeitung mal erwähnen.

Von den anderen sehenswerten Umzügen ganz zu schweigen, die Fliegenberger sind ja dann schon das Wochenende drauf an der Reihe.

Aber trotzdem wird sich jetzt erstmal auf den Stöckter Faslam gefreut und das ist auch in Ordnung so. Begleitet wie immer von der Hoopter Feuerwehr (von wem auch sonst) und, im Gegensatz zum vergangenen Jahr, diesmal komplett ohne meine Beteiligung, weder als Feuerwehrbegleitung, noch als kurzentschlossener 24-Stunden-Faslamsbruder – die Prüfungen drücken einfach zu sehr.

Trotzdem meine Empfehlung: Kommenden Sonntag nachmittags die Winsener Innenstadt aufsuchen und genießen, was geboten wird.

Landtagswahl in Niedersachsen

nds_wappen.jpgEin guter Freund von mir hatte vor einigen Monaten schon erzählt, dass er bisher nahezu jede Wahl, besonders Landtags- und Kommunalwahlen, verpennt hat.

Was sich politisch interessierte Leute wie ich natürlich kaum vorstellen können, weil doch so gut wie alle Medien auf genau diesen Tag zugespitzt berichten und obendrein die schiere Wichtigkeit des Termins ihn eigentlich fest in unser Gedächtnis einhämmert.

Aber manchmal merke ich eben, dass es Menschen gibt, an denen solche Termine leicht mal vorbeigehen können. Und denen im allgemeinen und besagtem Freund im Besonderen ist dieser Beitrag gewidmet.

Worum gehts bei dieser Wahl? Na klar, letztendlich darum, wer Ministerpräsident bleibt, beziehungsweise wird. Das entscheidet allerdings nicht der Wähler direkt, sondern das Landesparlament, also der Landtag in Hannover. Und wer da drin sitzt, dass wird am 27. Januar 2008 von allen Niedersachsen eben gewählt. Oder wenigstens von denen, die den Termin nicht verpennen…

Eine Wahl kostet zwar viel Geld, fürs wählen gehen selber fallen aber keine Gebühren an, was gut so ist. Nichtwählengehen kostet natürlich auch nichts, außer dass man sich hinterher auf sehr dünnes Eis begibt, wenn man mit der Politik im Land nicht zufrieden ist. Denn wer seine Stimme verschenkt, der darf sich nicht wundern, wenn nicht in seinem Sinne regiert wird.

Wer nicht wählen gehen will, weil ihm keine Partei und auch kein einzelner Kandidat zusagt, der will damit natürlich oft eine Art politisches Statement setzen. Dafür habe ich allerdings auch nur begrenztes Verständnis: Wer so unzufrieden ist, der sollte entweder ertragen lernen oder selbst einsteigen und etwas verändern.

So, damit ist spätestens jetzt klar geworden, dass ich für das Nichtwählen nur ganz wenige Ausreden gelten lasse. Wer sich zum Beispiel einfach nicht dafür interessiert und deshalb den Termin verschläft, den verstehe ich. Ich finds zwar schade – aber dafür verpenne ich zum Beispiel auch mal wichtige Länderspiele der Nationalmannschaft oder den neuesten Harry-Potter-Roman – jeder hat eben seine Interessen – und Desinteressen.

Im Kern wird es bei dieser Wahl darauf hinauslaufen, ob der amtierende Ministerpräsident Christian Wulff mit den Stimmen der CDU und der FDP weiterregiert oder ob er vom Spitzenkandidaten der SPD abgelöst wird. Der heißt übrigens Wolfgang Jüttner, was nach meiner Erfahrung so wenige Leute wissen, dass es keine besonders spannende Wahl zu werden droht. Aber wer weiß – ist ja noch ein bisschen hin.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich natürlich am liebsten meine Partei auch weiter mit an der Regierung hätte. Einmal, weil mir das einen direkteren Draht zur Regierung verschafft, auch wenn die Möglichkeiten eines Basismitgliedes begrenzt sind. Zum Anderen braucht eine große Partei einen kleineren Koalitionspartner, wenn nicht so ein Murks passieren soll wie derzeit in Berlin.

Was – unabhängig von programmatischen Fragen – für die FDP spricht, ist dass der Wahlsieg Wulffs wahrscheinlich ist, weil die letzten Umfragen die CDU stolze 11 Prozentpunkte vor der SPD sehen. Das ist ein Vorsprung, den die SPD kaum noch aufholen wird und selbst wenn man ihren potentiellen grünen Koalitionspartner mit seinen 9% dazu rechnet, hätte die CDU nach derzeitigen Umfragen alleine mehr Abgeordnete im zukünftigen Landtag sitzen.

Und man kann bei dieser Wahl getrost auch dann FDP wählen, wenn man Wulff behalten möchte. Es bestehen nämlich feste Koalitionsaussagen und einer Volkspartei tut ein Partner, der ihm in Punkto Bürgerrechte und Bürokratieabbau auf die Finger sieht, immer gut.

Wichtiger noch als dass man nun gerade meinen Verein wählt ist mir aber, dass man überhaupt hingeht. Denn ich weiß: Auch SPD, CDU und Grünen-Wähler sind Menschen, selbst wenn ich ihre Entscheidung oft nicht nachvollziehen kann. Ich hab glaube ich schon öfter darauf hingewiesen, dass ich reine Partei- und Programmwähler insgesamt etwas unfair finde, weil das sehr verallgemeinert und die Individualität der einzelnen Kandidaten Menschen völlig übergeht.

Ich weiß, ich polemisiere selber zu gerne herum und mache mich über die SPD ebenso lustig wie über die CDU, weil deren Spitzen sich zu gerne nach der vorherrschenden Stammtischmeinung richten und dabei problemlos ihre eigenen Positionen binnen weniger Monate um 180° wenden. Das zu Verallgemeinern ist unfair, weil es sogar dort ernstzunehmende, weil ehrliche Leute mit Rückgrat und Prinzipien gibt.

Aber umgekehrt wünsche ich mir schon, dass man sich zumindest mal mit den Kandidaten der FDP beschäftigt, statt sich hinzustellen und zu sagen “FDP wähl ich ja eh nie”. Politik ist leider komplizierter, als dass sie sich auf die bildzeitungsartige Polemik, wie man sie von den Flyern aller Parteien kennt, verpacken und darauf reduzieren ließe.

Und daher weise ich zu guter Letzt noch einmal auf Nino Ruschmeyer hin, den man in meinem Winsener Wahlkreis (eine Übersicht über die Wahlkreise gibts übrigens hier) sowohl direkt als auch über die Liste wählen kann. Und ich verrate wohl kein Geheimnis wenn ich jetzt schonmal erkläre, dass er sehr sicher sowohl meine Erst- als auch meine Zweitstimme bekommen wird.

Faslamszeit

An Faslam gehts ja mitunter heiß her. Ob das der Grund ist, weshalb mein derzeitiger Arbeitgeber einige Seiten der Website des Hoopter Faslam sperrt?

faslam_blocked.jpg

Ich halte die Einstufung als “Pornographie” dann doch für leicht übertrieben. Zumindest die Seite ist dahingehend wirklich unbedenktlich und auch die Veranstaltung selbst ist alles Mögliche, aber nicht pornographisch.

Trotzdem, und das bleibt festzuhalten, wird der nächste Hoopter Faslam Maßstäbe setzen. Denn erstmals wird bei der obligatorischen Faslamsparty eine reine (und feine) Rockband auftreten, die die Veranstaltung gründlich verändern wird.

Nicht dass es grundsätzlich etwas am Konzept der üblichen Faschingspartys auszusetzen gäbe – aber warum nicht mal Pogo statt Discofox tanzen?

Mit der Verpflichtung der “Rock and Roll Deputyz“, die zwischen Hamburg und Lüneburg und darüberhinaus mittlerweile einen recht guten Bekanntheitsgrad erreicht haben, hat der Faslamsverein sich einen Stimmungsgaranten ins Haus geholt.

deputyz.jpgEine reine Rockband zu Faslam – das ist zwar recht unkonventionell. Aber die Jungs sind einfach geil und bringen mit bekannten Hits von ACDC, den Stones, Status Quo, Westernhagen, Bon Jovi, Guns n Roses, Metallica, Queen und Green Day regelmäßig die Luft zum kochen und Fans guter Musik zum Schwitzen, so dass man wohl davon ausgehen kann, dass unsere Faslamsparty im Januar ausnahmsweise auch mal ein Pflichttermin für Rockfans ohne Faslams- oder Faschingsmentalität werden wird. Für Rockfans mit Faslamsmentalität wie mich ist das natürlich absoluter Zucker;)

hoopti.jpgWer Bock gekriegt hat, der möge sich auf jeden Fall den 19. Januar 2008 vormerken – und sich dann ab 21 Uhr in Sievers Gasthaus in Hoopte einfinden – und auf eine höchstwahrscheinlich legendäre Rocknacht im Zeichen des “Hooptis” freuen.

Weiterer wichtiger Termin ist selbstverständlich der Faslamsumzug, der am nächsten Tag stattfindet. Der startet – High Noon – um 12 Uhr Mitags und wenn man sich irgendwo in Hoopte an die Straße (um es auswärtigen Besuchern einfach zu machen haben wir auch nur eine “richtige” Straße…) stellt, dann kommt er irgendwann vorbei.

Mit dabei übrigens auch ein sturzbesoffener verdächtig fröhlicher Blogautor, der das Thema seines Wagens an dieser Stelle noch nicht verraten möchte, jedoch mit dem Gedanken spielt, sich dazu passend als ein bekannter SPD-Politiker (oder einer Karikatur dessen) zu verkleiden.

Aber da das alles noch nicht ganz zuende gedacht ist, müssen diese Hinweise erstmal genügen um Interesse zu wecken;)

Wer sich bei Erwähung des Begriffs ‘Faslam’ immer noch verwundert und fragend die Augen reibt, dem empfehle ich einmal mehr meinen erläuternden Artikel aus dem Januar und zur Abrundung noch meinen hautnahen Erlebnisbericht zu meiner etwas ungeplanten Teilnahme am benachbarten Umzug der Stöckter Faslamsbrüder.

9. November

Muss dass sein, dass die Grüne Jugend diesen Tag zur Regierungsschelte nutzt? Nach dem richtigen und wichtigen Hinweis auf den 69. Jahrestag des Beginns der Progrome der Nazis gegen Juden, im Volksmund oft “Reichskristallnacht” genannt, liest man in der aktuellen Meldung das hier:

“Doch die Große Koalition erschwert dies immer wieder – die Umstrukturierung der Finanzierung von Projekten gegen Rechts hat Anfang des Jahres das Aus für viele Projekte bedeutet.”

Gerade so, als müsste man nur genug Geld in die Hand nehmen, um Nazis zu Demokraten zu machen… die Bedeutung dieser Projekte scheint mir doch sehr überschätzt zu werden. Ehrliche Politiker und couragierte Bürger sind die wahren Mittel gegen politischen Extremismus und beides hat nichts mit Geld zu tun.

Im Gegenteil: Woher soll das Bewusstsein kommen, dass jeder Einzelne gefordert ist für Freiheit und Demokratie einzutreten, wenn er immer im Hinterkopf hat, dass es ja genug bezahlte Projekte gibt, die ihm die “Drecksarbeit” (couragiertes und mutiges Auftreten gegenüber Nazis verlangt mut und ist oft unangenehm) abnehmen?

Aber vielleicht irre ich mich und diese Projekte haben in der Vergangenheit viele Wahlerfolge von NPD und Konsorten verhindern können. 

Wenn diese Projekte jedoch so toll und sinnvoll sind, wo sind dann all die Grünen Lehrer und Windenergieunternehmer, die einen Teil ihres dafür mit Sicherheit ausreichenden Gehalts dafür hergeben, dass diese Projekte weiter bestehen können? Vielleicht würde sogar ich überlegen, ob ich etwas spenden würde – wenn ich jemals von einem dieser Projekte gehört hätte.

Aber die denkbar schlechteste Finanzierungsmethode von Projekten, die jeder unterstützen würde, ist die die Steuergeld benötigt. Wenn sich die Initiatoren nun eben um private Gönner bemühen müssen, dann tut das den Projekten im Zweifel nur gut, weil Erfolgloses dann entweder verbessert oder beendet wird. Der Kampf gegen Rechts würde effizienter.

Um auf den Jahrestag zurückzukommen, stelle ich mal die Preisfrage: Was hätte alles, was der Reichskristallnacht gefolgt ist wohl eher verhindern können: Millionen couragierte Bürger, die das Unrecht sehen und begreifen und dagegen kämpfen – oder einzelne Projekte, die in diesem Fall ganz bestimmt auch ohne staatliche Finanzierung hätten auskommen müssen…?

Es gibt offenkundig Situationen, in denen wir uns nicht auf den Staat verlassen sollten und dürfen und egal wie unwahrscheinlich diese Situationen erscheinen mögen, es ist gefährlich das zu vergessen.

Auch daran sollten wir denken, wenn wir uns an die Ereignisse damals erinnern.

PS: Natürlich hat dieser Tag in der deutschen Geschichte auch darüberhinaus eine besondere Bedeutung, immerhin jähren sich außer der Progromnacht 1938 auch die Novemberrevolution von 1918, der Hitler-Putsch von 1923 und natürlich der Fall der Berliner Mauer 1989. All diesen Ereignissen könnte man Gedenken – aber ich halte das Jahr 1938 was das Gedenken angeht für das Wichtigste, weil hier durch ziviles Engagement viel Unheil hätte verhindert werden können.

Politisches Grillen

Klingt erstmal sinnlos aber als neugierig-machende Überschrift taugt es jawohl;)

Es geht sich um Folgendes: Das aktuelle Grillwetter brachte mich nach kurzem Einwurf von Nino schnell dazu, das erste Treffen der Harburger Jungen Liberalen aus einem überdachtem Lokal ins Freie zu verlegen. Nach kurzer Rücksprache mit den Haus-, beziehungsweise Gartenbesitzern (meinen Eltern) war der Plan einer JuLi-Grillparty perfekt.

Am kommenden Donnerstag Donnerstag kommender Woche (bescheuerter Fehler… also es ist natürlich der 16. August, wie es in der Einladung ja auch steht!) werden also nicht nur heiße Themen angefasst (Reball oder Pannenkraftwerk Krümmel zum Beispiel), sondern auch heiße Steaks und kalte Getränke.

Angekündigt ist das Ganze bereits auf unserer Kreisverbands-Website, da mein Blog aber immer noch eine erheblich größere Reichweite besitzt, weise ich auch hier nochmal darauf hin.

Wer Lust hat darf unabhängig von einer Mitgliedschaft gerne Vorbeikommen, allerdings mit der Bedingung mir das zwecks Planungssicherheit rechtzeitig mitzuteilen.

Weitere Bedingungen und Infos und die Offizielle Einladung gibts hier als PDF.

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  • Löffel voller Weisheit

    Wenn man etwas messen kann, wird es für die Politik plötzlich wichtig. — Andrew Oswald, Professor an der Warwick Business School

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