Archiv für das Tag 'ARD'

Aug 04 2008

E Pluribus Unum

Autor: Jan. Abgelegt unter Blogroll

So heißt dass neben JuLi-Blogs.de andere Blogaggregat, über dass mein Blog seit einer Weile ebenfalls “verteilt” wird.

Wasn das, n Blogaggregat?

Das ist, wenn man so will, eine Art Metablog: Viele, optimalerweise thematisch irgendwie verbundene, Blogs veröffentlichen ihre Artikel auf einer besonderen Seite, um auf diese Weise Lesern, die sich für bestimmte Themen interessieren, einfachen Zugang zu mehreren Blogs zu geben.

So verbindet die Autoren bei JuLi-Blogs.de vor allem ihre Mitgliedschaft bei den Jungen Liberalen, der Jugendorganisation der Freien demokratischen Partei – und ist damit zumindest nach meinem Kenntnisstand nach wie vor Vorreiter, weil es Ähnliches weder von den Jusos (SPD) noch von der Grünen Jugend (Bündnis 90 / Die Grünen) oder der Jungen Union (CDU / CSU) gibt.

Wer jedenfalls bei JuLi-Blogs.de reinklickt oder gleich den Feed abonniert, der kriegt meist politische Artikel, die immer von Menschen unter 35 stammen und liberaler Gesinnung sind. Obendrein betreiben die meisten Autoren aktiv Politik, sei es rein programmatisch bei den Jungen Liberalen, sei es in der Kommunalpolitik oder in andern FDP-Gliederungen.

E Pluribus Unum (oder kurz EPU) ist ebenfalls ein weitgehend politisches Blogaggregat. Das politische Spektrum ist etwas breiter, bewegt sich zwischen libertär (z.B. PAXX) und konservativ-liberal (wie der immer wieder gerne auch hier zitierte Zettel).

Was irgendwie passt. Ich zitiere mal Wikipedia:

E Pluribus Unum (lat.: aus vielen Eins) ist, unter anderem, der Wahlspruch der USA. Ursprünglich bezog er sich auf die einzelnen Bundesstaaten, die zusammen die Vereinigten Staaten bilden. Nach heutiger Interpretation bezieht sich E Pluribus Unum auf die verschiedenen Völker und Ethnien, aus denen das Volk der Amerikaner entstanden ist (Schmelztiegel).

“Aus vielen Eins” also. Man ist beileibe nicht immer einer Meinung, gibt dem Leser aber auf diese Art eben eine umfassende, liberale Sichtweise auf die Themen, die grade auf dem Tisch liegen.

Und dabei geht es nicht nur um originär politische Themen. Oekologismus.de befasst sich zwar mit Umweltpolitik, hält aber wissenschaftliche Fakten und Beurteilungen dagegen und vergleicht kritisch. Und das im vergangenen Jahr für den Grimme-Online-Award nominierte USAerklärt ist sowieso betont unpolitisch und möchte schlicht und einfach über Land, Leute und Kultur Amerikas aufklären, was dort seit Jahren auf informative und locker unterhaltsame Weise bestens gelingt.

Etliche der “EPU”-Blogs finden sich seit langem in meiner Blogroll, die beiden soeben genannten gehören dazu und B.L.O.G. und das Antibürokratieteam sind so ungefähr seit ich eine Blogroll habe auch in ihr vertreten.

Ich kann regelmäßiges anschauen oder abonnieren des “E Pluribus Unum“, hinter dem maßgeblich Daniel Fallenstein von den “Freunden der Offenen Gesellschaft” (auch die sind hier schon lange Zeit verlinkt) steckt also nur wärmstens empfehlen.

Da jetzt mein Theme wieder voll funktionsfähig zu sein scheint, weise ich darauf hin, dass die neuesten Artikel des EPU ab sofort in der Sidebar angezeigt werden. Und in der Blogroll findet sich das Aggregat nun auch wieder.

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Jul 31 2008

Neues vom Biermarkt

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein

Heineken will eventuell mit Krombacher fusionieren, beziehungsweise die im internationalen Vergleich eher kleine größte deutsche Biermarke kaufen.

Für Heineken wäre das ein solides Standbein im deutschen Markt und Krombacher leidet wie alle deutschen Brauer darunter, dass in Deutschland immer weniger gesoffen wird (das gilt besonders für Bier, aber auch für alle anderen alkoholischen Getränke). Da wäre die Chance, über einen weltweit tätigen Brauer den Schritt auf die Weltmärkte zu schaffen, ein arbeitsplätzesichernder Ausweg.

Für die beide Firmen also eine bedenkenswerte Option.

Deutschlands Biertrinker dürften ein bisschen skeptisch sein. Wer weiß schon, wie lange es das klassische Krombacher Pils noch gibt, wenn die Marke nicht mehr eigenständig ist? Vielleicht wird ja doch irgendwann die Rezeptur internationalisiert, damit die Absatzzahlen steigen.

Das jedenfalls waren so Standard-Bedenken, als 2002 Beck’s von der belgischen Interbrew (die heute Teil von InBev und damit des größten Bierkonzerns der Welt ist) gekauft wurde.

Beck’s schmeckt heute immer noch wie vor sechs Jahren – allerdings ist es deutlich teurer geworden. Keine Ahnung, ob das wirklich mit der Übernahme zusammenhängt.

Warten wirs ab. Selbst wenn aus Krombacher nach der Übernahme ein Allerweltsbier verkommen sollte, gibts ja doch noch die eine oder andere Alternative aus deutschen Landen.

Übrigens: Die idyllisch-exotische Flusslandschaft, die Krombacher in seinen Werbespots zeigt, liegt mitten in Deutschland. Und zwar hier (Google-Maps) – also bloß 20km von der Brauerei entfernt. Das ist doch mal ehrliches Marketing.

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Jul 25 2008

Winsener Amtsschimmel

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein

Selbstverständlich ist es nichts weiter als ein völlig unbegründetes und bitterböses Vorurteil, dass Mitarbeiter städtischer Ordnungsämter einen Hang zu sadistischer Paragraphenreiterei haben und aus der Enttäuschung heraus, dass es zur Arbeit bei der richtigen Polizei nicht gelangt hat, ihre Untertanen nach allen Regeln der Kunst in den Wahnsinn treiben wollen. Ich jedenfalls würde so etwas niemals behaupten.

parkscheibe.gifVielmehr gehe ich von besonders sorgfältiger Wahrnehmung der amtlichen Pflichten aus, wenn Winsener Ordnungshüter Besucher aus anderen Ländern darauf aufmerksam machen, dass Sie in Winsen Parkscheiben nach deutscher Norm benutzen müssen, wenn sie sich das bei Zuwiderhandlung fällige Bußgeld von fünf Euro sparen wollen.

Ein uneinsichtiger Däne, der blöd genug gewesen ist, sich einen Parkplatz zu suchen, bei dem der Parkscheinautomat defekt war, weshalb man ihn per Hinweisschild aufforderte, eine Parkscheibe zu benutzen, hatte bloß ein StVO-widriges dänisches Exemplar dabei. Daraufhin fand er – logisch – einen entsprechenden Strafzettel an seinem Auto vor.

Da das Rathaus in so einer kleinen Stadt stets gleich um die Ecke steht, ist er da umgehend in und hat sich beschwert, war er doch der Ansicht, alles richtig gemacht zu haben – und da klärte man ihn auf, dass er halt eine deutsche Parkscheibe zu benutzen hätte (solche elementaren Verkehrsregeln stehen in der StVO!).

Unserer Zeitung hatte er gestern einen offenen Brief an Bürgermeisterin Angelika Bode geschickt, in dem er seinen Unmut und sein Unverständnis wegen dieser Sache kund getan hat. Er scheint verärgert zu sein und sein Verbrechen immer noch nicht einzusehen.

Aber so geht das natürlich nicht, es gibt Regeln und die gibt es nicht zum Spaß. Und wenn doch, dann höchstens zum Spaß der Beamten, denn die wollen schließlich auch mal was zu lachen haben in ihrem tristen Alltag. Da wird auch von weitgereisten Touristen kein Pardon gegeben, es gilt schließlich, die Deutsche Leitkultur auch unter integrationsunwilligen Ausländern rigoros weiterzuverbreiten.

Darum verweigerte man seitens der dem Mann, das Bußgeld einfach zu streichen und Bürgermeisterin Bode prüft angeblich rechtliche Schritte gegen ihn einzuleiten, weil sein Brief es so darstellt, als würde Winsen von stumpfsinnigen Beamten regiert – was ich dagegen schon deshalb natürlich niemals unterstellen würde. Winsens Beamte sind nicht stumpfsinnig, sie sind halt gründlich.

PS: Weiß irgendwer, wie dänische Parkscheiben aussehen? Haben die vielleicht eine andere Zeitrechnung, hat der Tag da etwa 34 statt 24 Stunden? Würde mich mal interessieren.

Servicehinweis: Beim nächsten Dänemarkurlaub nicht vergessen, eine dänische Parkscheibe zu kaufen – Rache ist schließlich süß und wie der „Winsener Anzeiger“ heute schreibt, brummten Beamte im dänsischen Tondern einem mit deutscher Parkscheibe parkendem Touristen ein Bußgeld von 75(!) Euro auf. Beamte und Bürokraten ticken eben überall gleich.

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Jul 17 2008

Ausländerfeinde und Ausländerfreunde

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemein

Maybritt Illner hat heute zum Thema “Gastarbeiter rein – bei drei Millionen Arbeitslosen?” geladen.

Auffällig hier: Vor allem Linke (z.B. der anwesende Klaus Ernst von Die Linke) sind zur Abwechslung mal gegen Ausländer, während Rechte (z.B. Günter Oettinger, Union) plötzlich aufgeschlossener gegenüber Zuwanderung geworden zu sein.

Ums mal auf den Punkt zu bringen: Wer Ausländer gar nicht oder nur ohne Arbeitserlaubnis ins Land lassen will, der ist ausländerfeindlich. Wer hier her kommt, um zu arbeiten, der dürfte es nötig haben, also bedürftig sein. Linke Solidarität scheint sich da aber allein auf Deutsche zu beschränken. Ich finde es aber hochgradig unfair, Menschen danach zu bewerten, ob sie nun dies- oder jenseis der Staatsgrenze geboren worden sind.

Politiker von der Union tun dagegen, soweit meine Vorurteile, im Zweifel dass, was ihnen beispielsweise Handwerksfunktionäre einflüstern – und die scheinen von der Idee, Azubis aus anderen Ländern einzustellen, recht angetan zu sein (Hanns-Eberhard Schleyer vom Zentralverband des Deutschen Handwerks redet jedenfalls so). Mit einem Sinneswandel hat das also natürlich auch nichts zu tun.

Grenzen dicht für arbeitswillige Ausländer – das ist eigentlich das DDR-Rezept, nur andersrum. Mit einem freien Europa hat das nichts zu tun.

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Jul 16 2008

Parteiendiktatur

Autor: Jan. Abgelegt unter JuLi-Blogs.de, Politik

Ende April beschäftigte ich mich schonmal mit dem Thema Meinungsfreiheit in Parteien. Damals gings um Wolfgang Clement, der sich einen Tick zu diebisch über die verlorene Wahl von Andrea Ypsilanti in Hessen gefreut hat – obwohl beide ja nunmal Top-Persönlichkeiten der Sozialdemokratishen Partei sind und damit eigentlich am selben Strang ziehen sollten.

Da scheinen sich die Wogen inzwischen etwas zu glätten aber das scheint für die SPD nur der Auftakt gewesen zu sein. Der DJ Paul van Dyk, der offenbar in der SPD ist und sich nun einmischt, hat ziemlich böse gegen den Vorsitzenden gestänkert, was in der Chefetage der Partei für weiteren Wirbel sorgt. Und ein Internetforum mit dem recht eindeutigen Titel „Keine Zukunft mit Kurt Beck“ wurde jetzt offenbar auch durch Initiative von ganz oben dichtgemacht.*

Bei den Grünen kam dafür Margareta Wolf offensichtlich einem Parteiausschlussverfahren zuvor, indem sie aus der Partei ausgetreten ist. Ihr Vergehen: Eine von der Partei abweichende Meinung zur Atompolitik. Auch Oswald Metzgers Weggang von den Grünen vor einiger Zeit hatte seine Gründe natürlich in Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und der Partei.

Bei all diesen Fällen stellt sich die Frage, wieviel Meinungsfreiheit eine Partei verträgt und ab wann Rügen, Parteiausschlüsse, mobbingartige Vorgänge, Streitereien und Ähnliches nicht mehr nur verständlich, sondern auch wirklich zu rechtfertigen sind.

Was inhaltliche Fragen angeht, so sollte innerhalb von Parteien eigentlich alles toleriert werden, was in der Basis diskutiert wird, beziehungsweise was Mitglieder so denken und sagen. Insofern enttäuschen die Grünen da und legen eine wenig tolerante Art und Weise an den Tag.

Grundsätzlich sollte es auch erlaubt sein, die Parteiführung zu kritisieren und anzugreifen, wenn einigen das nötig erscheint – und in der SPD scheint das so einigen sehr nötig zu erscheinen. Allerdings sollte eine gewisse Fairness dann doch gewahrt bleiben. Ich kenne dieses Forum nicht näher, habe aber den Verdacht, dass ausreichende Fairness hier insofern vorhanden war, als dass Kurt Beck selbst oder seine Befürworter vermutlich für ihn hätten eintreten können, statt mit Kritiker einfach mundtot zu machen und deren Treffpunkte wo immer es geht zu schließen.

Ich kann solche Vorgänge höchstens versuchen, nach FDP-Maßstäben zu bewerten. Mal angenommen, jemand würde ein Forum „Westerwelle muss weg“ betreiben, in dem sich Menschen aus der FDP „zusammenrotten“, um sich gegenseitig in dieser Meinung zu bestärken oder sogar eine entsprechende Abwahl zu organisieren und das ganze Fände auf Servern des Bundesverbandes statt (z.b. bei my.FDP.de, dem Sozialen Netzwerk der FDP) – wie weit ginge die Toleranz wohl bei uns? Es ist ja nicht so, dass die FDP ein einziger großer Guido-Westerwelle-Fanclub wäre, die „One-Man-Show“-Vorwürfe sind noch nicht allzulange her und haben irgendwo ja ihre Berechtigung.

Ein kritisches Diskussionsforum zu diesem Thema habe ich im Sozialen Netzwerk der FDP nicht gefunden, die FDP-Umfragewerte animieren aber im Gegensatz zur SPD bei uns auch nicht zu irgendwelchen heftigen Auseinandersetzungen oder Panikhandlungen.

Allerdings würde ich (und vermutlich nicht nur ich) es meiner Parteiführung extrem übel nehmen, wenn sie ein Problem mit ihrer Kritikfähigkeit hätte. Irgendwo gehört dass zu einer Demokratie dazu – erst recht, wenn Parteien dank ihres Sonderstatus die Macht besitzen, die sie in Deutschland haben.

Auf reine Wähler müssen solche Machtdemonstrationen zulasten der Meinungsfreiheit zwangsläufig negativ wirken. Wenn nichtmal die eigenen Leute sagen dürfen, was sie denken, wieso sollten die da oben dann ausgerechnet einem schnöden Basismitglied der Bundesrepublik Deutschland und seiner Meinung eingehendere Beachtung schenken?

Vielleicht helfen auch hier die Forderungen, die aktuell bei den Freunden der offenen Gesellschaft zu lesen sind, ein möglicher Ausweg:

“Wir brauchen eine Personalisierung des Wahlrechts: Die Unabhängigkeit des Politikers von der Partei bricht deren Macht. Wir brauchen mehr direkte Demokratie-Elemente, schon allein, um die Strategie der Ministerialbürokratie zu konterkarieren, Gesetze, Verordnungen und Erlasse so umfangreich und kompliziert zu formulieren, dass schon der Ausschußsekretär im Bundestag keine Chance mehr hat, sie zu erfassen.

Wir brauchen ein Ende der Parteienfinanzierung und wir müssen befreít werden vom kumulierten Meinungsmonopol von Parteien und dem von ihnen beherrschten öffentlich-rechtlichen Medien. Nur dann kommt das Ende der Diktatur der Spin-Doctors.”

Das sind schon bedenkenswerte Überlegungen, die Grundsätzlich meinen Segen hätten. Nur: Die, die darüber zu entscheiden haben sind die, die in diesen Fällen wohl am Meisten verlieren würden. Parteiämter und öffentliche Mandate konzentrieren sich nunmal leider oft auf die selben Personen.

Dass Parteiapparate massiven Einfluss auf die Äußerungen einzelner menschen haben und auch ausüben ist ein Mangel an demokratischer Vielfalt, ein Missstand unserer Demokratie. Und solange derart hohe Marktzugangsbeschränkungen für neue Parteien bestehen (tausende Unterstützungsunterschriften vor Wahlen plus Fünf-Prozent-Hürde als zusätzliche Diskriminierung kleiner Parteien), ist möglichst viel Meinungsfreiheit, Transparenz und Chancengleichheit innerhalb der etablierten Parteien nicht allein deren Angelegenheit, sondern letztlich eine Frage des Gemeinwohls und der Demokratie insgesamt.


*Dazu muss man sagen, dass sich das Forum auf einem SPD-eigenen Sozialen Netzwerk befand – dort allerdings in einem Bereich, der nur SPD-Mitgliedern zugänglich ist, während dem Netzwerk jeder beitreten kann, was ich übrigens auch irgendwann mal spaßeshalber getan habe.

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Jul 04 2008

Liebe Tagesthemen-Redaktion,

Autor: Jan. Abgelegt unter JuLi-Blogs.de, Medien

beantragt doch bitte mal bei denen, die über die Verteilung der 7 Milliarden Euro Jahresbudget entscheiden, die Anschaffung eines Länderlexikons.

Meyers Länderlexikon für Kinder” enthält die Flaggen von Ländern und kostet nur 19,95 Euro (gebraucht sogar noch weniger!).

Nie wieder peinlich machen, indem ihr die Flaggen diverser eher unbekannter Staaten wie Deutschland oder Amerika verkehrt abbildet für nen Zwanni – kommt schon, dass sollte doch drin sein.

Euer Jan (Gebührenzahler)

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Jun 28 2008

Vor dem Finale

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemeinbildung

Morgen abend gibts dann also das letzte Spiel der Europameisterschaft. Ein Spiel um den dritten Platz gibts ja nicht, fällt aus wegen Reichtum oder was weiß ich.

Ich möchte kurz mal die bisherigen Spiele der deutschen Mannschaft zusammenfassen:

Deutschlandspiele

(geholfen hat mir dabei der ARD-Liveticker und das ziemlich überflüssige aber irgendwie putzige Wordle)

Morgen abends gibts dann auch erstmal zum letzten Mal die eingängige Einlaufmusik zu hören. Etwas verwundert war ich, als ich mitbekommen habe dass den Song kaum jemand kennt. Ich hatte bis vor ein paar Tagen gedacht, dass das doch damals ein Riesenhit gewesen ist, der im Radio rauf und runter gelaufen ist. Ein Blick in die Wikipedia sagt allerdings was Anderes.

Ich vermute, ich hatte diesen Eindruck nur, weil ich den Titel seit Jahren auf beinahe jeder Party auf die Ohren gekriegt oder gegeben habe. In meinem Freundeskreis wars also durchaus jener Riesenhit – für den Rest der Welt dürfte er das wohl spätestens jetzt sicherlich auch sein;)

Der Song heißt Seven Nation Army” und ist von den White Stripes und zur Stadionhymne habens schon 2003 belgische Fans gemacht.

So, damit wäre dann auch endgültig bewiesen, dass man auch ohne besondere Fussballkenntnisse oder gar Interesse Artikel zur Europameisterschaft schreiben kann… meine Ahnungslosigkeit hält mich übrigens nicht davon ab, fest davon auszugehen, dass Deutschland in spätestens 40 Stunden Europameister ist.

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Jun 26 2008

Ich gestern abend

Autor: Jan. Abgelegt unter Medien

so zwischen halb 10 und 10: “Ey Björn, haste die Nummer von dem Gebührenheini noch? Ich will meine Fernsehgebühr wieder haben!”

War natürlich nur ein Scherz, denn da angeblich außer bei Al Jazeera und dem Schweizer Fernsehen überall das Bild ausgefallen war, konnte unsere millardenschwere Hofberichterstattungs-Journallie  da offensichtlich auch nix zu.

Und irgendwie hat es die Dramatik ja auch nur noch erhöht. Von allen Seiten konnte man wütendes Geschimpfe aus der unmittelbaren Nachbarschaft hören und man selber hat schon fieberhaft überlegt, wie man jetzt alternativ mitbekommt, wenn Tore fallen – aber dann war das Bild ja immer recht fix wieder da – oder zumindest der Ton.

So gesehen war das dramaturgisch eine echte Meisterleistung, zumal noch bei einem Spiel gegen die Türkei, wo man doch weiß, was die gerade gegen Ende immer noch so bringen.

Ich gehe daher davon aus, dass das Absicht gewesen ist. Denn für ein Multmillionen Euro Unternehmen, wie es die UEFA-Euro ja nunmal ist, dürfte es doch eigentlich Standard sein, etwas so Wichtiges wie die Fernsehberichterstattung mit allen Mitteln sicherzustellen, notfalls auch über redundante Systeme – gerade, was die Stromversorgung angeht.

Naja, aber was kümmern uns solche Fragen, wo wir uns gestern dann doch noch ins Finale geschummeltgekämpft haben?

[Der Text in der Grafik stammt aus dem schriftlichen Liveticker der ARD]

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Jun 17 2008

Wieso brauchen wir den Staat, um uns unterhalten zu lassen?

Autor: Jan. Abgelegt unter JuLi-Blogs.de, Medien

Fragt Zettel in einem älteren Artikel, in dem er einen schönen Vergleich zwischen Postkutschen und Eisenbahnwagon-Abteilen und dem gebührenfinanzierten staatlichen Rundfunk herstellt.

Ein schöner Artikel zum Sinn von Rundfunkgebühren überhaupt.

Darüber hinauslässt sich aber die Frage, wozu öffentlich-rechtlicher Rundfunk gut ist, ganz gut auf die Frage in der Überschrift reduzieren:

Wozu brauchen wir den Staat, um uns unterhalten zu lassen?

Meint irgendwer, RTL oder Pro7 würden nicht Netzer und Delling für ihre Fussballsendungen einkaufen, wenn es die ARD nicht gäbe? Oder denkt jemand, dass Pay-Tv für die Sachen, die einen interessieren, im Durchschnitt wirklich teurer als 17-18 Euro werden könnten?

Das ein Sender wie Phoenix sich allein mit Werbung finanzieren könnte, ist natürlich fraglich. Aber der Sender gehört sicherlich zu den finanziellen Leichtgewichten im gigantischen öffentlich-rechtlichen Senderkonglomerat. Einen solchen Sender könnte und sollte man so oder so aus Steuermitteln finanzieren – dient er doch vor allem dazu, Worte, Visionen und Dummheiten unserer Politiker in die Wohnzimmer zu transportieren. Wenn das keine Aufgabe von gesamtgesellschaftlichem Interesse ist dann weiß ich auch nicht!

Das einzig Vernünftige wäre, die GEZ als Institution abzuschaffen, die Zahlung der Gebühr mindestens freiwillig machen, beziehungsweise die Nichtzahlung nicht mehr zu behandeln, als täte man etwas moralisch Verwerfliches oder Verbotenes – oder die Gebühr kommt eben komplett weg.

So ziemlich alles ist besser, als der gegenwärtige, unhaltbare Zustand.

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Jun 14 2008

Gratissoftware – die Filterblog-Liste

Autor: Jan. Abgelegt unter Allgemeinbildung

In der letzten Woche hab ich mal wieder meinen Rechner plattgemacht und von Grund auf neu Eingerichtet.

Das erste Mal mit DSL-Unterstützung – was den großen Vorteil hat, dass man nicht Tage oder Wochen braucht, bis man alle seine Software wieder beisammengeladen hat. Unglaublich, was das an Zeit sparen kann – und ein Grund mehr, die Telekom für einen Saftladen zu halten, weil diese alberne Ex-Behörde es bis heute nicht geschafft hat, meinen Heimatort an das echte Internet anzuschließen.

In diesem Fall war mein größtes Problem, mich an all die sinnvollen kleinen Helfer zu erinnern.

Damit ich beim nächsten Mal einfach nur in meinem eigenen Blog nachlesen muss und weil solche Listen mit guter, kostenloser Standard-Software auch für Google und Stammleserschaft sinnvoll sein können, kommt hier meine Aufstellung der für mich absolut nötigen Grundausstattung:

Das sind sozusagen die Essentials. Was vielleicht nicht jeder braucht, ich aber schon und auch darüberhinaus als Tipp wertvoll sein kann, sind folgende Programme:

Anregungen und Ergänzungen sind willkommen, ich probier ja gerne mal neue Software aus.

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