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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Mindestlohn für Pizzafahrer?

Die Harburger Jungsozialisten argumentieren in Bezug auf Mindestlohn mit der schon häufiger gehörten Aussage, dass zum Beispiel ein Pizzaausfahrer sich von seinen 4-Euro Lohn diese Pizza selbst ja gar nicht leisten könnte.

Okay, ich könnte es mir jetzt ganz einfach machen und für, um in Hamburg zu bleiben, Airbus-Mitarbeiter Löhne einfordern, die es ihnen ermöglichen, von einem Stunden- oder wenigstens einem Monatslohn ein Flugzeug zu kaufen.

Wäre reichlich albern und ich sehe ein, dass ein Flugzeug doch was anderes als ne Pizza ist – aber grundsätzlich hinkt dieses Argument, man müsse sich dass Produkt, mit dem man beruflich zu tun hat gefällgst auch selbst leisten können ja schonmal.

In Wahrheit gibt es relativ wenige Jobs, die so gut bezahlt werden, dass man sich davon ständig das Produkt kaufen könnte, mit dem man tagtäglich zu tun hat.

Zumal der Pizzafahrer sein Produkt ja nichtmal herstellt, sondern nur verkauft. Ich hab noch nie gehört, dass irgendwer es sittenwidrig findet, dass sich zum Beispiel nicht jede Aldi-Kassiererin jeden Monat einen der Aldi-Computer und nicht jeder Autoverkäufer von seiner Provision für den Verkauf eines Autos gleich selbst eins für sich leisten kann (und gleiches dürfte für den weitaus größten Teil der Arbeitnehmerschaft gelten).

Bleibt die Frage: Ist Pizzafahrer wirklich ein Job, bei dem gesetzlich geregelt werden sollte, dass er zur Lebensgrundlage am besten gleich einer ganzen Familie taugt?

Ich weiß nicht, wie das in Hamburg so ist aber bei uns wird die Pizza hauptsächlich von Studenten ausgeliefert, die diesen Job nicht als Lebensaufgabe betrachten sondern sich nur ein bisschen was dazuverdienen wollen.

Wenn ich die Kollegen von den Jusos da richtig verstehe, dann verdienen ihrer Meinung nach Pizzafahrer ungefähr 40%-50% zu wenig. Aber gerade Essensbringdienste sind etwas, auf das wirklich jeder verzichten kann, wenn die Preise eine bestimmte Schmerzgrenze übersteigen. Vor dem Hintergrund glaube ich eher nicht, dass eine Lohnverdopplung unter dem Strich zu mehr ausgezahlten Löhnen insgesamt führen würde.

4 Euro in der Stunde sind natürlich nicht viel. Allerdings: Das Beliefern von Kunden mit Essen ist kein Ausbildungsberuf, das kann im Prinzip jeder mit halbwegs brauchbarem Orientierungssinn und Klasse-B-Führerschein machen. Entsprechend groß ist das potenzielle Angebot an Arbeitskräften - und das drückt auf die Preise.

4 Euro sind so wenig, dass sich jeder Lieferfahrer irgendwann überlegen wird, ob er nicht vielleicht doch einen etwas lohnenderen Job kriegen kann, auch wenn er dafür vielleicht eine Ausbildung machen müsste.

Bei einem Mindestlohn von 8 Euro wird er sich diese Frage womöglich gar nicht stellen. Dafür verkleinert sich die Zahl derer, die sich am Samstagabend mal ne Pizza bestellen, weil die ohne irgendwelche sichtbaren Gründe oder Qualitätssteigerungen plötzlich nen Euro teurer geworden ist. Ich unterstelle mal, dass nichtmal die Harburger Jungsozialisten steigende Preise ohne erkennbaren Mehrwert akzeptieren würden.

Was mir beim Thema Mindestlohn auch noch nicht klar ist: Wie stellen sich die in ihrem Ziel eines Mindestlohns längst vereinigten Proletarier aller Parteien denn vor, dass dieser angepasst wird? Gibts da dann eine Klausel für automatischen Inflationsausgleich? Vielleicht noch plus irgendwelcher Ausgleichsfaktoren für die natürliche Lohnentwicklung (also die, die tatsächlich durch Leistung gerechtfertigt wird und nicht durch per Gesetz angeordnete Löhne)?

Immerhin kennt man ja diese interessante Auffassung von Gerechtigkeit, dass nicht die Leistung des Einzelnen die tragende Rolle spielt, sondern sich Löhne insgesamt partout nicht auseinanderentwickeln dürfen, weil das ja Menschen ungleich macht und die Gefahr der Elitenbildung entsteht und so weiter. Diese ewige sozialistische Phobie gegen Menschen, die aus der Reihe tanzen könnten eben.

Produktivität und wirtschaftliche Gründe für die Höhe eines Lohns spielen bei solchen sozialistischen Überlegungen ohnehin keine Rolle, daran habe ich mich inzwischen ein bisschen gewöhnt. Aber wenn man dann nicht solche wahrscheinlich bürokratisch recht aufwendigen automatischen Anpassungen gleichzeitig einführt, können die drei oder vier (je nachdem, wie das Unions-Fähnchen gerade weht) sozialistischen Parteien bei jedem Wahlkampf schön um die Wette bieten, auf was der Mindestlohn “aus sozialen Gründen” unbedingt angehoben werden sollte.

Gesetzlich geregelte Mindestlöhne werden mir bis auf Weiteres suspekt bleiben, so sehr ich auch jedem von Herzen ein ordentliches Einkommen gönne. Aber um letzteres zu erreichen, scheint mir ein Bürgergeld dann doch der sinnvollere, weil wirtschaftlich sauberere und vor allem die Menschen nicht verhohlepiepelnde Methode zu sein.

Kurz- und Langfriststrategien gegen Ärztemangel

Heute in der HAN zu lesen:

“Fast jeder dritte jetzt noch praktizierende Arzt wird nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen bis zum Jahr 2015 in den Ruhestand gehen”

und

Um aber eine Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, müssten rund neue 430 Hausärzte gefunden werden.

Der Artikel nennt auch ganz offen die Ursachen, warum genau dass wohl nicht so einfach sein wird:

“Seit zehn Jahren wird mit Budgetierungen gearbeitet. Der finanzielle Handlungsspielraum wird für Ärzte immer kleiner, somit wird es immer schwieriger, eine Praxis wirtschaftlich zu betreiben.”

wird Oliver Christoffers von der Ärztekammer zitiert.

Die immer schlechter werden ärztliche Versorgung ist also im Grunde genommen der logische Nebeneffekt des Versuchs, “das Gesundheitswesen” von “Geschäftemacherei” zu trennen.

Nach meiner persönlichen Einschätzung ist der Haupteffekt übrigens auch nicht eingetreten, wie Kartelle zum Beispiel bei den Apotheken beweisen. Dass im Gesundheitsbusiness in Deutschland kein Geld verdient wird und es keine Abzockerei gibt sehe ich auch insgesamt mal als Binsenweisheit an.

Aber diese Erkenntnis löst natürlich keine Probleme. Sie wirft allerdings die Frage auf: Wozu leisten wir uns dann überhaupt noch ein derart überreguliertes Gesundheitssystem, dass zunehmend ungeeigneter und schlechter wird, woran jede der alle paar Jahre mit großem Tamtam vorgenommene Jahrhundertreform nichts ändert, jedenfalls nichts Positives?

Die “Geschäftemacherei” der freien Ärzteschaft wurde jedenfalls so gründlich durch die allwissende Staatswirtschaft bürokratisiert und verunmöglicht, dass viele fertig ausgebildete Ärzte lieber gleich ins Ausland gehen, wo sie für ihre Arbeit anständig bezahlt werden und wo sie nicht allein durch ihre Berufswahl Eigentum des Gesundheitsministeriums werden.

Eine entschlossene Maßnahme gegen zu wenig Ärzte wäre also ein Ausstieg aus der Planwirtschaft im Gesundheitswesen und Mut zur Marktwirtschaft. Leider wird es aber viel zu lange dauern, bis die Mehrheit der Menschen dass dann irgendwann mal begreift, weshalb kurzfristige Lösungen her müssen.

Medizin zu studieren ist meines Wissens nach gar nicht so einfach, es gibt ziemlich viele Bewerber und relativ wenige Stellen. Das sind Zustände, die sich zur Beseitigung des drohenden Mangels eigentlich ausnutzen lassen müssten.

Mein Vorschlag: Land und/oder Kommunen verteilen Stipendien, mit der Auflage mindestens soundsoviele Jahre in einer bestimmten Gegend zu praktizieren. Damit nimmt man nebenbei auch Studiengebühren-Gegnern ein bisschen den Wind aus den Segeln, weil man zeigt dass auch mit Gebühren für ausreichend Fachkräfte gesorgt werden kann.

An den grundlegenden Problemen des Systems und den zwingenden Bedarf den staatsbürokratischen Wahnsinn zu beenden ändert das natürlich nichts.

Stintzeit

Nun gehts also wieder los: Der Stint ist da. Und mit ihm kommen dann wie jedes Jahr wieder busseweise Touristen aus nah und fern in meinen kleinen Heimatort Hoopte, der sowas wie das Zentrum dieses traditionellen Gerichtes ist.

Das liegt vor allem am hiesigen Fischer Grube, dem es gelang diese alte Tradition zu einem inzwischen auch weit über die Grenzen der Region zwischen Hamburg und Lüneburg hinaus bekannten Erlebnis zu machen.

Dabei geht es ist vielleicht gar nicht so sehr um ein kulinarisches Highlight. Im Prinzip werden da ja bloß kleine geköpfte Fische gebraten und gewürzt, dazu gibts rustikale Bratkartoffeln. Schmeckt schon prima, ist aber ja nun nichts wahnsinnig Ungewöhnliches. Was die Stintesserei so berühmt gemacht hat ist wahrscheinlich eher der Event-Charakter. Einmal ist es ja schon etwas Besonderes, dass es eine Stintsaison gibt, weil der Fisch nunmal nur ein paar Wochen lang bei uns in der Elbe vorbeischwimmt (sofern er nicht in Grubes Netzen, beziehungsweise auf unseren Tellern landet). Außerdem ist es in seiner Rustikalität in Verbindung mit der Tradition einfach so richtig typisch norddeutsch.

Im Idealfall versetzt einen beim Essen dann noch ein mit einer Quetschkommode ausgerüsteter Musiker in Stimmung. Dank des obligatorischen Bierkonsums entwickelt sich so ein Stintessen dann auch schonmal zu einem spontanen Shantychor weiter.

Es geht also schon um mehr als einen normalen Restaurantbesuch und ein bisschen macht es einen ja schon stolz, quasi direkt im Epizentrum dieses schönen Brauches zu leben. Als Anwohner habe ich allerdings eine Bitte an alle potentiellen Stinttouristen unter meinen Lesern: Auch in kleinen Dörfern fahren Autos und auch wenn man sich beim Neubau unserer einzigen richtigen StraßeHauptstraße entschlossen hat, den Mittelstreifen wegzulassen handelt es sich um eine vielbefahrene wichtige Durchgangsstraße. Wenn man sie überqueren will um zur Elbe zu gelangen (was vermutlich zum Pflichtprogramm der touristischen Verdauungsspaziergänge gehört, dann kann man a) dazu erstmal links und rechts gucken, ob sich Autos nähern (wie man das eben so macht, wenn man eine Straße überqueren will) und b) den eigentlichen Überquerungsvorgang möglichst zügig gestalten, um den Verkehr, den man ziemlich oft dann doch nicht gesehen oder einfach ignoriert hat, nicht unnötig aufzuhalten.

Wer diese Regeln beherzigt, der ist allerdings herzlich willkommen, eines unserer Hoopter Stintlokale zu besuchen – von denen ich übrigens nix für diesen kleinen Artikel bezahlt bekomme, wie man vielleicht meinen könnte;)

Die PARTEI, die hat immer Recht?!

Nein, meine bleibt die FDP aber bei einem solchen Team in meinem benachbarten Bundesland Hamburg könnte man doch fast in Versuchung geraten:

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Heinz Strunk, das ist der Autor von “Fleisch ist mein Gemüse”, dass ich zwar immer noch nicht gelesen habe, obwohls seit Jahren fest geplant ist, von dem ich aber weiß, dass es nicht nur gut, sondern auch aus der Gegend ist.

Die PARTEI (Abkürzung für “Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative) wirbt in ihrem Wahlkampf mit so griffigen wie weisen Programmpunkten wie

  • Studierende mit 20 Semestern und mehr sind Vorbilder für lebenslanges Lernen. Sie können bislang ungelöste gesellschaftliche Fragen beantworten helfen.
  • Sicherheit macht man mit Polizisten, nicht durch immer mehr Gesetze. Wir schaffen zusätzliche Polizeiuniformen in den Ausführungen Bauarbeiter, Indianer und Lederheld an.
  • Der geplante Abschuss von HVV-Bussen ist mit der PARTEI nicht zu machen, selbst wenn Touristen darin sitzen.
  • Auf St. Pauli beschlagnahmte Waffen (Teppichmesser, U-Boote) werden bei Internet-Auktionshäusern meistbietend versteigert. Der Erlös kommt Kitas zugute.
  • Wir werden nicht nur einen, sondern gleich zwei Masterpläne zum Klimaschutz auflegen – und wenn es sein muss, auch drei.
  • Wir werden die CO2- und Feinstaub-Belästigungen durch windkraftbetriebene Feinstaubsauger und flächendeckende Bachpatenschaften reduzieren.
  • Hamburg muss erste Comedy- und Musicalfreie Zone Deutschlands werden. Comedy ist sinnentleerter, ideologischer und sprachlicher Dreck.

Die FDP wird definitiv zu Unrecht auch weiterhin als Spaßpartei tituliert: Die PARTEI macht eindeutig mehr Spaß! So gelacht hab ich jedenfalls noch nie bei der Lektüre eines Wahlprogramms.

Selbiges gibt es übrigens hier als PDF.

Gedanken zur Familienpolitik, zur Gesellschaft und zum Thema Individualität

Kinderlose Menschen werden in Deutschland benachteiligt. Sie erhalten logischerweise weder Kindergeld, noch räumt man ihnen Kinderfreibeträge ein. Beides wird offiziell damit gerechtfertigt, dass die Gesellschaft damit Eltern finanziell ein wenig unter die Arme greift, weil so ein Kind ganz schön teuer werden kann.

Spätestens dann, wenn es alle zwei Jahre nach der neuesten Playstation-X-Box von Nintendo verlangt, um in der Schule noch mitreden zu können.

Das ist natürlich reine Polemik. Wenn sich alle Eltern so teure Spielzeuge (die meine Eltern mir niemals bezahlt hätten und haben) für die lieben Kleinen leisten können würden, dann wäre alle staatliche Förderung ja absolut überflüssig.

Aber auch Dinge, die Kinder wirklich brauchen, kosten eine Menge Geld. Das fängt bei Essen und Kleidung an (Kinder brauchen im Unterschied zu Erwachsenen schon deshalb ständig neue Sachen, weil sie die in dieser Hinsicht etwas nervige Eigenschaft haben, zu wachsen) und spätestens in der Schule und im Studium wird’s dann mit all den Büchern und Heften, Kopiergeld, Busfahrkarten, Studiengebühren, Asta-Abgaben, Kneipengängen und so weiter und so fort so richtig teuer.

Es ist also nicht so, dass Eltern solches Geld nicht gut brauchen könnten. Kinderlose wären zwar ganz bestimmt genauso gut in der Lage, diese Förderungen irgendwie sinnvoll auszugeben, aber Kinder sind etwas Beschützens- und Bewahrenswertes und darum werden eben Menschen mit Kindern durch Eingriffe ins Portemonaie kinderloser Menschen besser gestellt.

An der Richtigkeit dieser Praxis an sich zweifelt kaum jemand. Ich hielte sie für durchaus diskutabel, allerdings handelt es sich hierbei um ein Thema, dass mir, verglichen mit vielen anderen, kaum Bauchschmerzen berietet. Darum soll es an dieser Stelle denn auch nicht das primäre Thema sein.

Viel interessanter erscheint mir, was passiert wenn man in seinem Weltbild vom Vorhandensein von Kindern das Wohlergehen einer ganzen Gesellschaft abhängig macht.

Ich bin mir relativ sicher, dass genau dieses Weltbild der Meinung eines großen Teils der Menschen in Deutschland sehr nahe kommt und von ihnen als richtig angesehen wird.

Mir ist eine solche Sicht der Dinge zu einfach, sehr ideologisch und außerdem zu ausgrenzend. Ich will auch gerne erklären, wieso.

Nicht gneug damit, dass auf diese Weises unweigerlich neben Homosexuellen auch Kinderlose quasi durch die Blume als gesellschaftsschädigend hingestellt werden.

Kinderlosigkeit kann ja vielfältige Gründe haben und nicht unbedingt müssen diese sich in „Karrieregeilheit“ oder Geiz erschöpfen. Vielleicht sind sie auch ohne eigene Schuld unfruchtbar? Vielleicht können sie sich tatsächlich trotz aller Förderung keine Kinder leisten? Vielleicht haben sie Erbkrankheiten, die sie nicht vererben möchten? Vielleicht fehlt ihnen aber auch einfach nur ein passendes Männchen oder Weibchen?

Oder vielleicht haben sie auch ganz andere individuelle Gründe, die man als Mitbürger respektieren sollte, als freiheitlicher Staat aber unbedingt respektieren muss. Wie will man jemandem übel nehmen, keine Kinder zu haben, angesichts dieser Vielzahl guter Gründe (zu der sich sicher noch dutzende weiterer finden ließen)?

Wer ein solches Weltbild im Kopf hat, der bestraft aber nicht nur in gewisser Weise Kinderlosigkeit, sondern geht offenbar auch davon aus, dass eine Gesellschaft unbedingt fortbestehen muss, am liebsten noch selbst dann, wenn im Extremfall niemand mehr freiwillig Kinder haben wollen würde und es wird obendrein so getan, als gäbe es nur eine einzige Möglichkeit, eine Gesellschaft fortbestehen zu lassen und das sind Nachkommen von derzeitigen Mitgliedern der Gesellschaft.

Keine Sorge, ich verkneife mir an dieser Stelle mal die sich aufdrängenden einschlägigen Vergleiche mit historischen Begebenheiten.

Wer eine solche Meinung vertritt, der scheint aber jedenfalls nicht das Wohl des einzelnen Menschen im Blick zu haben, sondern das einer, wie auch immer zu definierenden, Gesellschaft – was ich schonmal für einen grundfalschen und unmenschlichen Ansatz halte.

Desweiteren zählt für solche Menschen der “Beitrag zur Gesellschaft” durch von außen kommende neue Mitglieder offenbar gar nichts und das komplette Aufgehen einer Gesellschaft in einer anderen scheint ein Übel zu sein, dem es mit allen Mitteln zu begegnen gilt.

Mit so einem Weltbild wird eine Gesellschaft und ihr Bestehen letztendlich zum Selbstzweck. Der Mensch und sein eigener Wille haben sich dem Gemeinwohl unterzuordnen.

Ein solches Weltbild führt, konsequent zu Ende gedacht, direkt auf den rauen Holzweg der Unfreiheit.

Im Kern wird das Wohlergehen der Gesellschaft also über die Interessen des Einzelnen gestellt. Nun zeichnen sich die meisten Gesellschaftsformen dadurch aus, dass einer für den anderen eintritt. Andernfalls wäre es ja auch gänzlich unsinnig, sich einer Gesellschaft, wie zum Beispiel einem Staat, anzuschließen.

Nur sollte dieses Prinzip nicht soweit gehen, dass man sich als einzelner Mensch nur noch über die Gesellschaft, der man angehört, definieren kann.

Zumindest sollte einem auch nur ansatzweise freiheitlichen Staat daran gelegen sein, seine Bürger als Individuen zu sehen und diese als solche zu respektieren und ihr Selbstverständnis als Individuum zu unterstützen.

In der Praxis kann allerdings jeder Staat und vor allem seine jeweilige Führung, Patrioten und hörige Untertanen stets besser gebrauchen, als Individualisten und Freidenker, was immerhin erklärt, warum kaum ein sich eigentlich als freiheitlich begreifender Staat ernsthaft und konsequent für Individualität eintritt.

Umso wichtiger ist es darum jedoch, dass zumindest in der Bevölkerung ein gewisses Bewusstsein für individuelle Freiheit und Selbstbestimmung besteht.

Oder sollte ich lieber sagen entsteht?

Tja, wie bin ich da jetzt überhaupt drauf gekommen? Einmal, wie immer, durch verschiedene Diskussionen in jüngerer und älterer Vergangenheit über diese und artverwandte Themen. So wirklich ins Grübeln über dieses Thema bin ich dann dann durch Ninos jüngsten Blogeintrag gekommen.

Böse Kyoto-Ignoranten

Kyoto ist das Lieblingsstichwort für Klima-Alarmisten in aller Welt. Dort wurden Zielvorgaben gemacht, die den CO2-Ausstoß der Unterzeichner-Länder regeln sollten.

Die damalige Clinton-Regierung (Preisfrage, wie hieß wohl nochmal der Vizepräsident damals, der trotz dieser Politik nicht zurückgetreten ist?) lehnte eine Unterzeichnung ab, Amerika trat dem Protokoll nicht bei. Ebenso Australien. Beide Staaten kümmerten sich also nicht besonders um die Uno-Vorgaben, was irgendwo ihr gutes Recht ist, wenn sie nunmal diese Verträge nicht unterzeichnet haben.

Vor allem die derzeitige Bush-Regierung hat dafür viel mediale Prügel aus Europa bekommen, weil sie diese Entscheidung ihrer demokratischen Vorgänger nicht änderten.

Dass nun deutlich wird, dass auch wir tollen Europäer uns im warsten Sinne des Wortes einen Dreck um dieses Protokoll scheren, wundert hoffentlich nur fanatische Besserwisser. Die Ziele waren natürlich Ehrgeizig und die Amerikaner haben sie unter anderem deshalb nicht zu ihren eigenen machen wollen, weil ihnen klar war, dass sie sie nicht erreichen würden.

Es wäre wünschenswert, wenn diese Nachricht einige Europäer von ihren hohen Moralisten-Rössern holen würde.

Übrigens: Frankreich hat seine Vorgabe sogar übertroffen. Das macht vor allem eins deutlich: Wer Atomkraft nutzt, vermeidet logischerweise die Emission von CO2. Und das wiederum sagt mir, dass die übertriebene CO2-Panik vor allem der Atomlobby nützt, die ja auch bei uns dementsprechend wirbt, indem sie Atomkraftwerke als “Deutschlands größte Klimaschützer” darstellt.

Der etwas andere Kandidat

Während sich hierzulande die Medien bisher vor allem auf Hillary Clinton und Barack Obama stürzen, wenn es um den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf geht, rückt nun ein weiterer potentieller nächster Präsident ins Bewusstsein Deutscher Journalisten.

Die Rede ist von Ron Paul, der sich von allen anderen Kandidaten in so ziemlich allem Unterscheidet. Das macht ihn in einem Land, in dem die beiden führenden Parteien fast die selbe Politik vertreten zu einer echten Alternative – obwohl er selbst der republikanischen Partei angehört, die doch für die meisten Deutschen so etwas wie die Wurzel allen Übels in der Welt ist.

Das liegt auch daran, dass der normale Deutsche von amerikanischer Geschichte nicht viel versteht. Denn immerhin war die republikanische Partei diejenige, die die Sklaverei ablehnte, während die Demokraten sie behalten wollten.

Aber seis drum, in den Medien bei uns werden Bush und seine Republikaner eben stets als böse und jeder Demokrat als gut hingestellt – schwarzweiß ist ja auch viel einfacher, als allzutief in die Materie einzusteigen. Zu gerne wird in den Republikanern auch eine Art Ami-CDU gesehen und in den Demokraten eine Art Ami-SPD, was allerdings eine deftige Vereinfachung ist, die nicht grade hilft, die Amerikaner und ihre Politik zu verstehen – aber das will in Deutschland offenbar sowieso kaum jemand.

Trotzdem wollte ich das mal vorweg schicken. Denn der republikanische Präsidentschaftskandidat Ron Paul ist nicht nur Republikaner, sondern auch scharfer Kritiker der aktuellen amerikanischen Regierung. In Amerika ist das kein undenkbarer Gegensatz, weil das dortige Wahlsystem viel stärker auf innerparteiliche Auseinandersetzung angewiesen ist als unseres, dass sich mehr auf Kämpfe zwischen den Parteien konzentriert.

Das ist aber nicht das einzige an Ron Paul, dass mir bemerkenswert erscheint. Ich zitier mal aus der Wikipedia:

Pauls politische Ansichten können als „libertär“ beschrieben werden. Entsprechend dieser politischen Überzeugung wird von Paul der Begriff der Freiheit ins Zentrum gestellt, wobei unter „Freiheit“ sowohl individuelle als auch ökonomische Freiheit verstanden wird. Unter Verweis auf sein Verständnis der individuellen Freiheit setzt sich Paul etwa für eine liberalere Drogenpolitik und auch Recht auf Waffenbesitz ein. Paul stimmte gegen den USA PATRIOT Act und befürwortet eine Auflösung des Department of Homeland Security. Unter Verweis auf die ökonomische Freiheit und die Bedeutung des freien Marktes befürwortet Paul die Auflösung der Steuerbehörde IRS, lehnt das Handelabkommen NAFTA sowie andere internationale Institutionen als Bedrohung der Souveränität der Vereinigten Staaten ab und spricht sich für einen „schlanken Staat“ mit niedrigen Steuern aus.

Außenpolitisch vertritt Paul eine nichtinterventionistische Position − er lehnte den Irakkrieg von Beginn an ab − und weist der Außenpolitik seines Landes eine Mitverantwortung an den Terroranschlägen des 11. September zu. Seine Ablehnung des Irakkrieges und seine libertären Positionen machen ihn zu einem Außenseiter im republikanischen Bewerberfeld für die Präsidentschaftswahlen, haben ihm jedoch zugleich eine äußerst aktive Unterstützergemeinde eingebracht.

Ich sag mal so: Das meiste davon unterstütze ich sofort und mit dem Rest müsste ich mich erstmal näher beschäftigen.

Aber insgesamt finde ich den Kandidaten hochinteressant und wenn ich mir nicht so sicher wäre, dass soviel Andersartigkeit in unserem anti-individualistischen Deutschland sowieso niemals eine Chance hätte, würde ich sogar den Wunsch nach einem Politiker von diesem Kaliber in unserem Land äußern.

Parteichefschelte

Mein Parteichef lobt Zeitarbeitsfirmen über den grünen Klee, er sagt zum Beispiel

“Die Zeitarbeit biete „gute, sichere und seriöse Arbeitsplätze“, lobte Westerwelle.

Und er kann das beurteilen, weil?

Nee Herr Westerwelle, so nicht. Zwar mögen die meisten Zeitarbeitsfirmen genau das anbieten aber deswegen so zu tun, als wäre das eine tolle Sache, dass kann nicht sein.

Wann immer ich mit Freunden und Bekannten über das Thema Zeitarbeit diskutiere, bringe ich meinen Standpunkt da, dass diese nur existieren, weil der Arbeitsmarkt in Deutschland zu wenig mit Markt zu tun hat und Firmen kaum eine andere Chance haben, kurzfristig Leute zu beschäftigen. Je starrer die Regeln, je größer die Pflichten, desto größer der Anreiz auf Leiharbeiter zurückzugreifen.

Und dass gilt heute längst nicht mehr nur für die klassischen Handwerks- und Industrieberufe – Airbus zum Beispiel stellt kaum noch Ingenieore direkt ein, sondern nur noch über Zeitarbeitsfirmen.

Für einen Arbeitgeber wie Airbus hat Zeitarbeit natürlich noch andere Vorteile, als die relativ freie Befristung der Arbeitsverhältnisse. Zum Beispiel lagert man das Personalwesen ja weitgehend aus, was letztlich kosten spart.

Aber das ginge prinzipiell auch mit reinen Vermittlungsagenturen, wie zum Beispiel der Bundesarbeitsagentur (auch wenn ich mir nicht sicher bin, wie gut die nun grade das hinbekommen würde).

Für mich sind Zeitarbeitsfirmen in ihrer Funktion daher normalerweise weitgehend überflüssig. Im Gegenteil: Sie verteuern die vermittelte Arbeit unnötig – weil wir so fanatisch auf sichere Arbeitsplätzen schielen. Das ist menschlich verständlich aber für Berufsanfänger wie mich bedeutet dass immer öfter, dass man genau solche Arbeitsplätze kaum noch direkt bekommt.

Und spätestens dann ist das gar nicht mehr so ne tolle Sache. Man hat dann entweder die Möglichkeit, Zeitarbeitsfirmen per so zu verteufeln und sie böse Sklavenhalter zu nennen (was viele tun) – oder man setzt sich mal mit den Ursachen auseinander (das ist nicht nur in dieser Angelegenheit immer der von mir favorisierte Weg).

Zeitarbeit gesetzlich einschränken oder verbieten zu wollen ist für mich der ganz falsche Ansatz. Diese Art Politik hat sie überhaupt erst groß gemacht und weiß der Himmel was sich findige Geschäftsleute stattdessen einfallen lassen – denn der Bedarf ist nunmal da. Und was viele Regel- und Bürokratiefans zu gerne übersehen: Stark ausgeprägte Bedürfnisse kann man nicht einfach verbieten, weil das immer zu unerwünschten Effekten führt

Aber sich wie Westerwelle hinzustellen und zu erklären Zeitarbeitsfirmen wären eine gute Sache, dass geht ebenfalls voll am Problem vorbei und gerade Liberale sollten doch immer wieder betonen, warum es diese vielen Zeitarbeitsstellen überhaupt gibt!

Maischberger: Unheimliche Begegnung der durchgeknallten Art

Wer hats gesehen? Sandra Maischberger gestern nacht? Ein absolutes Highlight, wie David Harnasch offenbar auch findet:

Joachim Bublath wurde es schlicht zu gaga, er ist vorzeitig gegangen.
Nina Hagen nannte ihn daraufhin “evil Alien” und fragte wieso er denn nun die Sendung verlassen hat “es hat ihn doch grade keiner beleidigt.” Darauf Maischberger: “Weil Du ihn die ganze Zeit angeschrien hast, Nina.”

Besser kann man den, äh… “Roten Faden” der Sendung eigentlich nicht zusammenfassen. Nina Hagen lief etwa alle 20 Minuten zur Höchstform auf und brachte einen Knaller nach dem nächsten. George Bush würde im Irak Uranium verschießen, damit die Kinder dort verkrüppelt auf die Welt kommen und er auf dem Mars seine Elite-Kolonie errichten kann, kreischte sie in ihrer unvergleichlichen Weise immer wieder in die Kamera und dass man es viel ernster nehmen müsste, dass so viele Menschen einfach so verschwinden (wegen der Aliens, die vermutlich mit George Bush zusammen arbeiten…) .

Und wie ich ebenfalls bei David gerade gelesen habe, wird die Sendung nächsten Samstag nochmal auf 3Sat wiederholt, um 23.30. Kann ich nur empfehlen und wenn ich Samstag nicht Hendriks Vespa-Show verfolgen würde, würd ich mir das glatt nochmal reinziehen, mit 1-2 Bierchen vielleicht;)

Einen amüsanten und  sehr ausführlichen Bericht gibts übrigens bei Welt Online.

Was Globalisierung für mich bedeutet – Teil 2

Kommen wir nun zum Zweiten Teil dieser im Rahmen von Sebastians Blog-Parade gestellten Frage.

Im gestrigen ersten Teil habe ich mich mit der in der Überschrift genannten Frag hauptsächlich in der Hinsicht befasst, was der Begriff bedeutet und was Globalisierung für den Rest der Welt bedeutet. Heute geht es um die Bedeutung für Deutschland und seine Arbeitsplätze.

Meine Haltung zur Globalisierung hat vermutlich auch damit zu tun, dass ich in einem weltweit tätigen Maschinenbauunternehmen meinen Beruf des Energieelektronikers gelernt habe und auch damit, dass ich auch nach meinem Studium für ähnliche Unternehmen zu arbeiten gedenke. In gewisser Weise bin ich also direkter Nutznießer der Globalisierung, weshalb ich schon von Natur aus kaum etwas dagegen haben könnte, selbst wenn meine Prinzipien nicht sowieso dafür gesorgt hätten, dass ich ein Freund von Globalisierung und Wettbewerb bin.

Für mich bedeutet Globalisierung eher eine Herausforderung, als eine Plage. Unsere Bundeskanzlerin hat das eine Zeit lang immer gerne in der Formel „Wir müssen um soviel besser sein, wie andere billiger sind“ zusammengefasst und so sehe ich das im Prinzip auch. Darum sehe ich in der zunehmenden Automatisierung und den Fortschritten der Robotik nichts weniger als unsere einzige große Chance, unser derzeitiges Lohnniveau zu erhalten oder zu steigern.

Ich weiß, viele sehen genau darin schnell wesentlichen Gründe, weshalb Arbeitslosigkeit entsteht. Das mag kurzfristig sogar stimmen aber man darf dabei nie übersehen, dass jene Automaten und Maschinen, die in der ganzen Welt auf diese Weise (nicht selten übrigens wenig angenehme) Arbeitsplätze von Menschen ersetzen, zu einem erheblichen Teil aus Deutschland kommen. Das ist der eine Aspekt: Hersteller solcher Maschinen machen einen wichtigen Teil unserer Industrie und damit unserer Arbeitsplätze, also unseres Wohlstands aus.

Der andere Aspekt: Mir ist eine Firma, die vielleicht 10% Ihrer Mitarbeiter aufgrund der oft mit abschätzigem Unterton „Rationalisierung“ genannten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung entlassen muss lieber, als jene die sich stattdessen entschließt in Deutschland komplett dicht zu machen und in Ungarn, China oder Mexiko zu produzieren. Denn das entspräche einem 100%igem Verlust an Arbeitsplätzen – sofern die Mitarbeiter nicht zufällig flexibel genug sein sollten, ihrer Firma ans andere Ende der Welt nachzuziehen, was ich mal in den meisten Fällen (im Management tätige Mitarbeiter, für die sich das wirklich lohnen kann einmal ausgenommen) für wenig wahrscheinlich halte…

Das Geheimnis liegt für mich also im Wandel, in der Erneuerung. Und eigentlich klappt das auch in Deutschland, trotz seiner teilweise wenig effizienten Strukturen, trotz starrer Regelkorsette in jedem Bereich, der die freie Wirtschaft tangiert (vom Baurecht über das Steuerwesen bis hin zu Umweltschutzrichtlinien) erstaunlich gut.

Die Textilindustrie beispielsweise hat sich aus Deutschland fast komplett verabschiedet (bis auf so eine Firma die mit einem nationalistischen Affen wirbt, aber von mir aus darf man auch das so machen, wenns denn ankommt), dafür kaufen die großen Textilhersteller aber fast alle die deutschen Textilmaschinen und sorgen so für jede Menge Arbeit auf diesem Gebiet. Das ein Programmierer, Konstrukteur, Industriemechaniker oder Elektriker vom Lohn her einem vietnamesischen Schneider weit überlegen ist, muss ich wohl nicht groß belegen.

Und bevor wir hier versuchen, über Löhne einen Dumping-Wettbewerb gegen Asien oder Afrika zu gewinnen, sollten wir lieber endlich die Automatisierung als unsere große Chance erkennen, an der Globalisierung in Form von Arbeitsplätzen zu verdienen.

Wer immer noch so seine Zweifel hat, ob Globalisierung wirklich eher gut für uns ist, der kann doch einfach mal ein bisschen überlegen, woher das Geld stammt das seine Freunde und Bekannten so verdienen. In meinem Fall sind das zu einem großen Teil Firmen wie Airbus und andere in die ganze Welt liefernde Betriebe. Und andererseits, durch die direkte Nähe zu Hamburg, auch viele, die im Transportgeschäft, also dem Hafen im weitesten Sinn (Speditionen zähle ich da natürlich auch zu) tätig sind.

Gerade letzteres ist eine direkte Auswirkung globaler Märkte – der Hamburger Hafen trägt nicht zufällig schon lange den durchaus zutreffenden Namen „Deutschlands Tor zur Welt“. Bekennen wir uns zu diesem Tor und sehen in ihm weniger Gefahr, dafür mehr Chance und letztendlich auch unseren Beitrag zum globalen Dorf, in dem jeder an der Weltwirtschaft teilnehmen kann und darf.

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    Wir werden an den Wahlversprechen gemessen – das ist unfair. — Franz Müntefehring

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