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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Von Europa aus reisen sie jedenfalls nicht mehr ein

die Terroristen, die nach Amerika wollen.

Dafür soll ein neues Abkommen sorgen – dass allerdings auch seine Kritiker hat. In der FDP zum Beispiel:

Fluggastdaten werden schon längst an die USA übermittelt. Jetzt hat die Bundesregierung ein Abkommen zwischen Deutschland und den USA verhandelt, nach dem im Namen der vermeintlichen Steigerung der Sicherheit Angaben zur sexuellen Orientierung und der Mitgliedschaft in Gewerkschaften weitergegeben werden sollen. Ob jemand in der Gewerkschaft ist oder nicht, ob jemand eine Frau liebt oder einen Mann – das geht den Staat nichts an. Und das darf der Staat erst recht nicht an andere Staaten übermitteln. Die Mitgliederverzeichnisse der Gewerkschaften sind für Wolfgang Schäuble tabu – und das gleiche gilt für George Bush. Mit Terrorismusbekämpfung oder der Bekämpfung der organisierten Kriminalität hat das nichts zu tun.

sagt Gisela Piltz, innenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag.

Und damit hat sie vollkommen recht.

Nicht ganz klar ist mir, wie das praktisch gedacht ist. Sollen Gewerkschaften zur Datenweitergabe gezwungen werden oder setzt man darauf, dass die schon freiwillig damit rausrücken (nicht völlig unwahrscheinlich, sind Gewerkschaften doch durch ihre steuerliche Sonderbehandlung letztlich auch sehr vom Staat abhängig, also nicht frei)?

Noch komplizierter stell ich mir das mit der sexuellen Orientierung vor. Haben Swingerclubs und Bordelle Gästelisten?

Oder sollen solche intimen Details einfach automatisiert für jeden durch die Datenbanken der Vorratsdatenspeicherung ergoogelt werden – viele Emails geben da sicher einiges Preis?

Der Phantasie unserer sich so väter- und mütterlich um unser Wohl kümmernden Sicherheitspolitiker ist in jedem Fall zuzutrauen, dass sie diese Fragen klären. Notfalls muss halt die Schäublische “Rote Linie”* noch ein wenig verschoben werden, was inzwischen eine der leichteren Übungen zu sein scheint.

Unklar ist mir übrigens auch noch, ob es von Vor- oder Nachteil in der Beurteilung “Terrorist ja oder nein” ist, ob man zum Beispiel Schwul ist. Denn von schwulen Islamisten hat man ja schließlich noch nie gehört…

Aber Spaß beiseite: Die Datensammelwut erreicht damit eine Phase, in der wohl jedem klar wird, dass dieses alte, dumme Argument mit dem “nichts zu verbergen” nicht mehr zieht, wenn dass, was man zu verbergen hat, unter anderem auch die Gewerkschaftsmitgliedschaft oder die sexuelle Orientierung sein kann.

 

*”Die rote Linie ist ganz einfach: Sie ist immer durch die Verfassung definiert, die man allerdings verändern kann.” Wolfgang Schäuble im Interview

StudiVZ-Spiesser

Vor einigen Tagen lernten wir bereits, dass Zugehörigkeiten zu den falschen StudiVZ-Gruppen, auch wenn deren “Programme” offensichtlich nicht ernst zu nehmen sind, politische Karrieren beenden können, bevor sie begonnen haben.

Jetzt haben sich Bewohner eines Ortes über eine Gruppe namens “Oestrich-Winkel: Studieren, wo andere für immer leben müssen” solange aufgeregt, bis diese aus dem Studentennetzwerk verschwunden (worden?) ist.

Bis vor kurzem war ich übrigens Mitglied in einer StudiVZ-Gruppe namens “Wannweil – langweil” und auch sonst wird im StudiVZ mit dem Herziehen über kleine, langweilige Ortschaften nicht gespart, genau wie die mal mehr mal weniger ironische Überhöhung von Wohnorten völlig normal ist.

Als jemand, der in einer für Außenstehende wahrscheinlich ähnlich klein und langweilig wirkenden Ortschaft groß geworden ist, weiß ich, dass sich dumme Sprüche keineswegs auf Internetverschmähungen beschränken. Ich weiß aber auch, dass nichts lächerlicher ist, als so etwas ernst oder gar persönlich zu nehmen. Wenn wer behauptet, mein Ort wäre öde/blöde, dann weiß ich es entweder besser und nehme ihn nicht weiter ernst – oder aber ich gebe ihm im Stillen Recht und raste trotzdem aus, mach dabei dann mich selbst und meinen Ort peinlich.

Die Oestrich-Winkeler haben sich jedenfalls nicht dafür entschieden, den Jux einen Jux sein zu lassen, drüber zu lächeln, vielleicht auch mal etwas selbstkritisch auf die eigene Ortschaft zu schauen.

Nein, sie haben richtig Stress gemacht und die örtlichen Jungsozialisten zu einer Art politische Spiesservertretung gemacht:

“Mit ihrem StudiVZ-Auftritt hat die Gruppe einen großen Personenkreis in der Bevölkerung von Oestrich-Winkel angegriffen”, sagt Sebastian Busch, Vorsitzender der Jusos im Rheingau. Die jungen Politiker schrieben deshalb im April an die EBS-Hochschulleitung und forderten, dass der StudiVZ-Eintrag gelöscht werden müsse. Dieser sei eine “erhebliche Belastung der Beziehung” zwischen der privaten EBS und den Oestrich-Winklern. Die Mitgliedschaft in solchen Gruppen werfe zudem “ein bedenkliches Licht auf die geistige Reife der betroffenen Personen (wohlgemerkt potentiellen zukünftigen Führungskräften)”

Die örtliche Hochschule verwies auf den Grundsatz der Meinungsfreiheit, wegen dem sie nichts wegen der StudiVZ-Gruppe unternehmen wollte. Meiner Meinung nach hat sie auf diese Weise nochmal versucht, den Leuten vor Ort ihr Gesicht zu lassen – denn sie hätten die Angelegenheit auch einfach eine Lächerlichkeit nennen und kopfschüttelnd zum Alltagsgeschäft zurückkehren können.

Insgesamt völlig überflüssiger Streit um gar nichts. Warum eine politische Jugendorganisation sich bei diesem Theater so hat einspannen lassen, kann ich auch nicht nachvollziehen.

Aber wahrscheinlich ist da wirklich sonst nix los, mit dem man sich profilieren könnte? Oder man wollte, ganz Sozialist, einfach nur auf einer Privaten Hochschule rumhacken – auch das wäre ja denkbar.

Oestrich-Winkel kriegt jetzt jedenfalls das für seine Verhältnisse denkbar größte Medienecho und steht dadurch gewiss schlechter da, als hätten seine Bewohner einfach eine alberne, 140 Leute zählende StudiVZ-Gruppe hingenommen – von der ohne diesen Schlamassel ja auch kein Mensch je gehört hätte.

Warum “demokratischer” Sozialismus auch nur Blendwerk ist

Das Schlagwort vom demokratischen Sozialismus steht im “Hamburger Programm” der Sozialdemokraten, Die Linke redet auch dauernd davon und Franziska Drohsel lässt mir Sätzen wie

Wir sind systemkritisch in dem Sinne, dass wir irgendwann einmal den Kapitalismus zugunsten eines demokratischen Sozialismus hinter uns lassen müssen.

(Link bei Zettel gefunden) keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Name der Organisation, deren Vorsitzende sie ist, zurecht “Jungsozialisten” heißt.

Das demokratische Element dieses Sozialismus dürfte in erster Linie der Weg zum Sozialismus sein. Na klar wird der per Wahl und nicht per Putsch anvisiert.

Aber Demokratie im Sozialismus?

Wikipedia sagt

“(…) wird in der Theorie des klassischen Sozialismus der Schluss gezogen, dass es notwendig sei, die Produktionsmittel mittels Vergesellschaftung oder Verstaatlichung (beispielsweise von Industrieunternehmen) der Verfügungsgewalt der Klasse der Kapitalisten zu entziehen. Die Verteilung von Gütern soll nach Auffassung des klassischen Sozialismus nicht über den Markt, sondern durch staatliche Lenkung (siehe Planwirtschaft) erfolgen.”

Man stelle sich vor: Druckerpressen, Zeitungsverlage, Internetprovider – alles in staatlicher Hand. Die staatliche Hand, die auch in einem Demokratischen Sozialismus natürlich von Sozialisten kontrolliert wird – nur dass die eben irgendwann mal demokratisch gewählt wurden.

Und nun stelle man sich vor, man wolle unter solchen Voraussetzungen eine antisozialistische Kampagne starten. Ein zweifellos völlig demokratisches Anliegen.

Es wäre eine Kampagne, die sich nicht nur abstrakt gegen die Mächtigen richtet, sondern im Zweifel ganz namentlich gegen die Personen, die die Mittel kontrollieren, die man für eine solche Kampagne benötigt.

Ob überhaupt und wenn ja in welchem Maße eine solche Kampagne Realität werden könnte, würde nicht unwesentlich vom Guten Willen der Verantwortlichen abhängen. Die widerum wären nicht nur guten Willens, sondern geradezu dumm, wenn sie eine potenziell erfolgreiche Kampagne gegen sich selbst zulassen würden.

Der Anfang und das Ende jeder Demokratie ist unbedingte Meinungsfreiheit. Dieses kleine Gedankenspiel zeigt das einmal mehr – und unter sozialistischen Bedingungen kann es eine solche unbedingte Meinungsfreiheit offenbar nicht geben.

Idealisten mögen einwenden, dass echte demokratische Sozialisten womöglich aus Gewissensgründen die Meinungsfreiheit schützen und auch Kampagnen gegen sich selbst unterstützen könnten. Wer sich darauf verlassen möchte bitte – mir ist kein einziger Politiker aus keiner Partei bekannt, dem ich zutrauen würde, eine Kampagne gegen ihn selbst zu finanzieren und ich bin der Meinung, dass das auch von Demokraten mit unbedingtem Bekenntnis zu unbedingter Meinungsfreiheit etwas zuviel verlangt wäre.

Wenn es eine erträgliche Form eines demokratischen Sozialismus gibt, dann wohl den heute in der Bundesrepublik Deutschland herrschenden: Schließlich sind längst weite Bereiche des Wirtschaftslebens staatlich gelenkt: 25 Prozent der Aktien aller DAX-Werte gehören dem Bund, wir genießen die sozialistische Fürsorge eines staatlichen Gesundheits- und Rentensystems, Gesetze beziehen sich auf einzelne ganz- oder teilstaatliche Unternehmen und räumen diesen Wettbewerbsverzerrende Sonderregeln ein und nicht weniger als über 53 Prozent der Einkommen gehen an den Staat.

Erträglich ist denn auch das Netteste, was man darüber sagen kann – denn richtig zufrieden damit sind ja Sozialisten und Liberale gleichermaßen überhaupt nicht.

Aber vermutlich geht es den Vertretern des demokratischen Sozialismus auch weniger um die Erhaltung von Demokratie, als vielmehr um das Einführen von Sozialismus. Um das zu verbergen, setzt man den immer noch durchweg positiv besetzten Begriff Demokratie dazu und hofft, dass niemand den offensichtlichen Widerspruch bemerkt.

Das Demokratie auch kein Allheilmittel ist, sondern ein ziemlich effektives Mittel, Freiheit abzuschaffen, erlebt allerdings jeder, der mit offenen Augen durchs Leben geht. Alles, was uns an Freiheit politisch Beschnitten wird, ist demokratisch legitimiert. Demokratie bedeutet, dass die Mehrheit die Minderheit beherrscht und sie gegebenenfalls eben auch unterdrückt. Nichtraucher unterdrücken Raucher, Frauen und Männern über 25 nehmen die Wehrpflicht billigend in Kauf und unterdrücken junge Männer, die Mehrheit aus Staatsgeldempfängern und kleinen, bzw. normalen Steuerzahlern applaudiert bei eindeutigen Rechtsbrüchen, wenn sie nur zulasten der Minderheit reicher Menschen geschieht.

Es ließen sich noch viele weitere Beispiele finden, die belegen, dass Demokratie nichts weiter ist als ein Mittel, Minderheiten zu unterdrücken. Das ist ja schließlich auch der Gedanke dahinter. Dass ein solcher Begriff imstande ist, die fürchterlichen Verbrechen, die im Namen des Sozialismus begangen worden sind zu verharmlosen, ist eigentlich erstaunlich.

Für mich steht fest: Eine wirkliche Demokratie erfordert eine freiheitliche Grundordnung, zu der auch wirtschaftliche Unabhängigkeit und Freiheit gehört. Die wiederum lässt sich auf demokratische Weise selbstverständlich abschaffen, genau wie man sich mehrheitlich und damit demokratisch dazu entscheiden kann, eine Monarchie oder andere Diktatur einzuführen.

Zum Abschluss ein weiteres Mal folgendes Zitat:

“Der Sozialismus wird seit knapp hundert Jahren auf der Welt probiert – und immer wurde zuerst die Wirtschaft verstaatlicht, dann das Denken, dann landeten die Andersdenkenden im Gefängnis. Sozialismus ist eine totalitäre Idee. Demokratischer Sozialismus ist Unfug. Es gibt Demokratie oder Sozialismus, beides zusammen kann es nicht geben.”

Auch Nebensächlichkeiten können brisant werden

Wer sich selbst schonmal etwas intensiver im StudiVZ umgesehen hat, kennt diese politisch völlig unkorrekten aber für jeden denkenden Menschen erkennbar nicht ernst gemeinten Gruppen bestimmt, die zum Beispiel

  • Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten
  • Krieg ist scheiße, aber der Sound ist geil
  • Brot für die Welt – Fleisch für mich
  • Wär’ ich Kreuzritter gewesen, hätten wir Jerusalem noch

heißen.

Wer in solchen Gruppen ist, von dem wird wohl niemand erwarten, dass er wirklich einen “Leo” bei der Bundeswehr klaut und durch den Arc de Triomphe brettert, sich in seiner Freizeit Maschinengewehrgeknatter  anhört oder an einer Zeitmaschine tüftelt, um Jerusalem zu verteidigen.

Es gibt dort auch etliche andere, nunja, eher grenzwertige Gruppen, in denen sich teilweise sogar solidarisch mit irgendwelchen Diktatoren erklärt wird. Diese Sorte Scherz erlauben sich schätzungsweise hunderttausende StudiVZ-Nutzer. Ich möchte mal behaupten: Wären das alles potentielle Massenmörder, Militaristen oder gnadenlose Zyniker, wäre die Akademiker-Flucht aus Deutschland eher ein Segen als Fluch.

Nun sind StudiVZ-Nutzer aber meistens jung, haben dementsprechend Spaß an humoriger Provokation aller Art und denken dabei nicht unbedingt immer darüber nach, was humorlose Menschen über ihre manchmal derben Scherze denken könnten.

Die oben genannten und meiner Meinung nach allenfalls geschmacklosen, aber politisch absolut bedeutungslosen Gruppen, wurden nun einem 25-Jahre-jungen Politiker aus Hessen zum Verhängnis, der offensichtlich etwas bot, dass vielfach schmerzlich bei vielen jungen Leuten vermisst wird: Politisches Engagement. Er war Geschäftsführer eines Kreisverbandes seiner Partei, stellvertretender Landesvorsitzender der Jugendorganisation seiner Partei, Leiter eines Stadtverbandes dieser Jugendorganisation und Beisitzer des Stadtverbandes seiner Partei.

Jung, engagiert, interessiert und bereit viel Freizeit in die Politik zu stecken. Im Grunde genommen genau dass, was sich Parteien wünschen.

Das Bekanntwerden der oben genannten Gruppenzugehörigkeiten haben offenbar gereicht, um ihn zum Rücktritt von sämtlichen dieser Ehrenämtern zu bewegen, beziehungsweise ihn davon zu entheben.

Er hat nicht etwa eine Politik betrieben, die in Richtung eines Angriffskrieges ging, er hat auch nie dazu aufgerufen, die Spardosen von “Brot für die Welt” zu plündern um mit dem Geld Grillparties zu organisieren. Er hat einfach nur die beiden Mausklicks ausgeführt und war dann halt in den Gruppen, über die er vorher ein paar Sekunden lang geschmunzelt hatte.

Man kann sich jetzt hinstellen und sagen gut, aber von einem Politiker, auch einem jungen, erwarte ich immer und überall absolute ernsthaftigkeit und politisch unkorrekte Witze darf er nicht reißen, nichtmal auf einer politisch völlig unbedeutenden Internetplattform, die für derartige Späße bekannt ist.

Ich allerdings finde das übertrieben und albern und lasse daher auch jeden Hinweis weg, zu welcher Partei der junge Mann nun gehörte. Denn das ist nicht der Punkt. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass man in jeder Partei jemanden finden wird, dessen Karriere man ebenso leicht aus dem Takt bringen könnte.

Aber mein gut gemeinter Ratschlag an politisch Aktive StudiVZ-Mitglieder: Macht, wenn ihr in lustigen, aber geschmacklich umstrittenen Gruppen seid und da drin bleiben wollt, vielleicht besser euren Namen unkenntlich, damit Spaßbremsen in euren Parteien oder die Medien oder gar der politische Gegner auf allerbilligste Weise den großen Aufklärer auf Eure Kosten spelen können.

Denn der Öffentlichkeit ist im Zweifel wirklich egal, dass ihr halt keine mit allen Wassern gewaschenen Medienprofis mit PR-Abteilung seid, sondern neben eurem politischen Leben auch noch eine Jugend habt und ein Privatleben, dass ihr im Gegensatz zu bezahlten Polit-Profies beides nicht zu 100% der Politik unterordnen wollt oder könnt.

Wenn politisches Engagement wegen solcher Nichtigkeiten entwertet wird, ist das einfach nur schade und völlig übertrieben. Aber die Welt ist schlecht – das sollten wir auch dann bedenken, wenn wir uns in vermeintlich unpolitischen Kreisen darstellen und äußern.

Kurt Becks Regierung drängt Pokerspieler ins Internet

Jedenfalls dürfte das das Ergebnis des weitreichenden Pokerverbots sein, dass demnächst in Rheinland-Pfalz gilt.

Ausgenommen sind allerdings Partien, die an denen Becks Finanzminister über Konzessionen und Steuern mitverdient (nein, nicht aus offensichtlichen wirtschaftlichen Motiven, sondern wegen der “besseren Kontrollierbarkeit” – is klar;)…).

Becks Innenminister Karl Peter Bruch hat festgestellt:

“Zu dem Kreis der Pokerbegeisterten gehören immer mehr auch Jugendliche und Heranwachsende”

und was Menschen begeistert, das muss nach Meinung der Spaßbremsen und Miesmacher in den Regierungen aller Länder natürlich verboten werden. Wie üblich nicht bloß für die offen als problematische Zielgruppe anvisierten “Jugendlichen und Heranwachsenden” – sondern, logisch, für alle Menschen – jeden Alters, jeder geistiger Verfassung und ohne Rücksicht darauf, dass sie womöglich niemals süchtig nach auch nur irgendwas waren oder werden.

Und nur als Hinweis: In Sachsen gelten Pokerverbote schon eine ganze Weile. Die CDU steht der SPD in dieser Art Politik in absolut nichts nach. Wem Verbotspolitik auf den Sack geht, der kommt an der FDP schwer vorbei.

So geht es halt zu, in der “Verboten!”-Republik Deutschland: Rauchen, Trinken, Spielen – was Spaß macht und die Menschen den Alltag ausblenden lässt, wird von dem Alltag offensichtlich entrückten Politikern als unheimlich empfunden, kriminalisiert und scheibchenweise immer weiter eingeschränkt oder gleich verboten.

Man könnte das auch als Taschenspielertrick der Regierungen begreifen: Während wir uns nämlich über solchen Mumpitz aufregen, stellen wir unseren Regierungen wenigstens keine unangenehmen Fragen zu den horrenden Steuern, den kaputten Sozialkassen oder der Verschuldung.

Die größten Spieler mit den besten Pokerfaces sitzen wohl doch an den Kabinetts- und nicht an den Spieltischen.

Liberale Politik

Es ist ja ab und an ganz beruhigend, wenn man feststellt, in der Richtigen Partei zu sein. Ich habe mich heute durch einige Anträge beruhigen können, die Ende des Monats in München auf dem Bundesparteitag diskutiert werden sollen.

Einige mir wichtige möchte ich hier kurz ansprechen und kommentieren, damit mal deutlich wird, dass es entgegen häufig geäußerter Vorwürfe halt doch mehr als “nur” Wirtschaft und Steuern bei der FDP gibt (die Anträge zu diesen Feldern kann ich nach kurzem Überfliegen aber in der Tat auch weitgehend unterstützen).

Alle Anträge kann man übrigens hier finden.

Antrag Nr. 19: “Flächendeckende Versorgung mit breitbandigem Internet schaffen” vom Landesverband Niedersachsen

Verkehrsanbindungen werden wie selbstverständlich notfalls durch Steuergeld unterstützt. Dass es selbst im Jahr 2008 noch nicht wenige Ortschaften (die nicht zwangsläufig am sprichwörtlichen “Arsch der Welt”, sondern, wie in meinem Fall, nur wenige Kilometer von der zweitgrößten Stadt Deutschlands entfernt liegen) gibt, in denen man genötigt wird, zwischen 0,3 und 4 Cent pro Minute für einen mehr als langsamen und je nach Laune auch gerne mal zusammenbrechenden Internetzugang zu nutzen (Neueinwahkl kostet zwischen 8 und 10 Cent extra!), ist allerdings ein eindeutig größerer Standortnachteil und gehört dringend irgendwie abgestellt. Und ich wage die Behauptung: Eine stetige Omnibuslinie ist wesentlich teurer, als ein UMTS-Zugangspunkt oder meinetwegen ein örtliches WLAN-Netz. Sicher ist es eine Frage für sich, ob man das per Bundespolitik regeln muss oder ob nicht kommunale Initiativen genügen – aber dieses Problem gehört so oder so jedenfalls auf die politische Tagesordnung.

Antrag Nr. 22: “”Gebt die Schulen frei!”" vom Landesverband Berlin, Mieke Senftleben MaA und Alexander Pokorny

Der Antrag spricht mir förmlich aus der Seele und erinnert stark an einen meiner letzten Artikel, in dem ich mich leicht launisch über die ideologische Überfrachtung des ganzen Themenkomplexes Schule und die Detailverliebtheit der Politik geäußert hatte. Worauf es ankommt wissen Eltern und Schüler besser als Bürokraten und Stimmensammler – und diese Einstellung ist in diesem Antrag denn auch so festgehalten.

Antrag Nr. 57: “Apothekenmarkt liberalisieren” vom Bundesvorstand der Jungen Liberalen

Die FDP gilt ja so ein bisschen als Lobbyverein für Apotheker. Falls das wirklich so ist, dann werden die Deligierten auf Drängen von uns Jungen Liberalen wohl oder übel mal Farbe bekennen müssen – oder auch hier zu liberaler Politik zurückfinden. Ich hoffe auf letzteres – in jedem Fall ist es aber gut, wenn solche Themen auf den Tisch kommen!

Antrag Nr. 70: “Nein zu Online-Durchsuchungen” vom Landesverband Bayern

Spricht für sich, muss ich wohl nichts weiter zu schreiben.

Antrag Nr. 80: “Nein zu Produktions- und Vertriebsverboten von “Killerspielen”" vom Landesverband Hessen

…und auch zu diesem Thema habe ich in diesem Blog schon ziemlich viel geschrieben, daher nur eine knappe Zusammenfassung: Computerspiele waren und sind nicht das Problem, folglich kann ihre Zensur die Welt auch einfach nicht besser machen. Junge Menschen, die Arbeit haben und eine optimistische Zukunftsaussicht, laufen auch dann nicht Amok, wenn sie jedes zweite Wochenende Millionen von Terroristen, Polizisten, Orks, Monstern oder, auch das mag vor kommen, Zivilisten in Pixelform um die Ecke bringen. Wirklich nicht.

Antrag Nr. 87: “Definition des öffentlich-rechtlichen Funktionsauftrages” vom Landesverband Niedersachsen

Noch ein Antrag aus meinem Heimatverband. Das Ziel dürfte unter anderem sein, dass die KEF (das ist die Kommission, die Kraft ihrer Kristallkugel und durch professionelle Kaffeesatzleserei mit Expertenwissen und Augenmaß ermittelt, wie stark die Rundfunkgebühren denn jetzt schon wieder erhöht werden dürfen) klare Richtlinien bekommt, was Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk bringen darf und was nicht. Ich weiß nicht, inwieweit das dann wieder mit Hinweis auf die Pressefreiheit (als gäbe es nur Öffentlich Rechtliche Medien und sonst gar nichts!) gerichtlich kassiert werden würde. Aber immerhin beschäftigen sich Liberale auch auf ihrem Bundesparteitag mit diesem immer teurer werdenden Problem.

Das war, wie gesagt, nur eine Auswahl. Es gibt noch viele weitere unterstützenswerte Anträge. Und es gibt da auch welche, mit denen ich so gar nichts anfangen kann oder die ich sogar strikt ablehne.

Mit denen beschäftige ich mich aber frühestens, wenn darüber auch in den Medien oder im Bundestag diskutiert wird. Denn Anträge auf einem Bundesparteitag müssen erstmal den überleben – und ob sie dann irgendwann tatsächlich eine Rolle spielen, unterliegt völlig unvorhersehbaren Begleitumständen.

Und ich will meine Zeit grade einfach nicht für ungelegte Eier verschwenden, wenn ich mich auch über gelungene und begrüßenswerte Anträge freuen kann.

Der Bundesparteitag findet übrigens am 31. Mai und 1. Juni statt (beginnt also übermorgen in zwei Wochen) – und eventuell fahr ich sogar auch selber hin.

Zeitungen – Print vs. Online

Die Bundesregierung hat, wieder mal, ein akutes Problem entdeckt und in Angriff genommen:

Zeitungsleser werden immer weniger!

Zu dieser Analyse kommt man wohl nur, wenn man gedruckte Zeitungen zählt und andere Verbreitungswege ignoriert.

Wenn ich meinen alten Herrn schwadronieren höre, dass das Veröffentlichen von Annoncen im Internet doch gar nichts bringen würde, weil der Großteil der Leute doch da gar nicht reingucken würde, wird mir immer sehr deutlich, dass es diese digitale Kluft, von der oft geredet wird, tatsächlich gibt.

Natürlich hat er Unrecht, jede Statistik belegt eigentlich, dass man bei Auto- oder Wohnungssuche im Prinzip längst nicht mehr aufs Internet verzichten kann – auch wenn natürlich nichts gegen eine ergänzende Recherche in Zeitungen spricht.

Da offenbart sich allerdings das Grundproblem, dass häufig ältere Herrschaften mit den längst nicht mehr “Neuen Medien” (Internetbrowser in der heutigen Form gibts immerhin schon seit 15 Jahren!) haben: Sie nehmen sie nicht ernst, weil sie ihnen suspekt sind und weil sie sie nicht verstehen. Würden sie sich auch nur einen Nachmittag mal mit dem Thema befassen, würde das ihre Meinung vermutlich ändern – aber dazu sind viele auch nicht bereit.

So verwundert es nicht, dass die Bundesregierung, die zum Teil offenbar ebenfalls aus Technikverweigerern besteht, ein Problem darin sieht, dass die Printausgaben vieler Medien an Auflagen verlieren.

Da werden dann die abenteuerlichsten Thesen draus abgeleitet. Etwa, dass junge Leute weniger lesen würden, dass weniger gedruckte Zeitungen weniger Interesse an Politik bedeutet, dass langfristig die Demokratie in Gefahr wäre und so weiter und so fort.

Dahinter steht wohl das Denken alter Leute, die, bewusst oder nicht, sich gegen Neues stämmen. Jeder, der ein bisschen grundsätzlicher nachdenkt, kommt schnell darauf dass es ziemlich oberflächlich ist, sich an eine einzige Verbreitungsform zu klammern. Als käme es darauf an, dass Nachrichten gedruckt würden. Als wäre eine Meldung erst dann seriös, wenn sie unauslöschbar auf Papier steht.

Menschen die so denken, verkennen, worum es wirklich geht: Um den Inhalt. Und da sind viele Onlinemedien absolut brauchbar. Mehr noch: Sie sind praktischer, als gedruckte Nachrichten es jemals waren. Meine Tageszeitung werfe ich normalerweise am nächsten Tag weg. Wenn mir dann nach einer Woche noch was einfällt, das ich nochmal lesen will, dann habe ich ein Problem – das bei guten Onlinemedien inzwischen meist entfällt. Für die Freunde der gedruckten Zeitung mag es komisch klingen, aber Onlinemedien sind heutzutage meistens langlebiger als gedruckte.

Der Spiegel-Verlag hat zum Beispiel sogar seine sämtlichen gedruckten Artikel aus den letzten 60 Jahren inzwischen gebührenfrei im Netz – Online überholt Print an dieser Stelle komplett. Und ich kann mir gut vorstellen, dass andere Verlage nachziehen werden.

Ich persönlich gehe davon aus, dass gedruckte Tageszeitungen in nicht allzu ferner Zukunft größtenteils Geschichte sein werden. Das Einzige, was den flächendeckenden Untergang bisher noch aufhält, ist der Mangel an wirklich praktischen Lesegeräten für elektronische Zeitungsartikel – und natürlich die Technikverweigerer. Beides wird sich aber irgendwann erledigen, und sei es nur dadurch, dass die Kosten für elektronische Zeitungen erheblich geringer sind und der Anreiz, lieber elektronisch als gedruckt zu lesen, steigt.

Das die Bundesregierung jetzt obskure Initiativen zur Rettung von PostkutschenPrintmedien startet, wird da auch nicht dran rütteln können. Wer so etwas nötig hat, der hat eigentlich schon verloren.

Verlieren werden auch alle die Verleger, die heute noch eine “Print-Only”-Strategie fahren – so wie meine heimische Zeitung beispielsweise. Der Winsener Anzeiger hat zwar eine Website (wow…), die zwar lästigerweise komplett in königsblau blau gehalten ist (eher untypisch für Nachrichtenseiten, die einzigen anderen Farben stammen von den paar Werbebannern, wenn sie denn funktionieren…), aber immerhin täglich aktualisiert wird. Aber, und das ist eigentlich der größte Lacher dabei, es wird immer nur die “Lokales”-Seite ausgetauscht, da stehen dann halt immer 3-4 Artikel aus der aktuellen gedruckten Ausgabe drin, die man allerdings vorher immer von den ihnen zugehörigen Fotos befreit. Am nächsten Tag sind diese ohne schon spärlichen Nachrichten dann auf nimmerwiedersehen verschwunden.

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Wer aus Winsen ist und, wie ich, an Nachrichten von Zuhause interessiert ist, obwohl er die meiste Zeit woanders wohnt, der wird auf ein reichlich teures Sonder-Printabo verwiesen, da käme dann die Zeitung allenernstes mit der Post.

Wer sowas anbietet, ignoriert die neuen Möglichkeiten vollständig. Denn: 1. lege ich doch keinen Wert auf die Printausgabe, mir gehts um den Inhalt und nicht um das Altpapier, 2. käme die Zeitung irgendwann nachmittags mit der Post, ich könnte sie dann so um 16-17 Uhr lesen – also dann, wenn beinahe schon die nächste Ausgabe in Druck ist und die Nachrichten entsprechend veraltet sind und 3. zahle ich außer den überflüssigen Druckkosten auch noch überflüssige Versandkosten. Würde ja alles entfallen, wenn man beispielsweise ein Email-Abo anbieten würde, wenn man sich schon nicht zu einer echten Online-Ausgabe durchringen kann.

Ich bin mir sicher, dass der Winsener Anzeiger keineswegs ein Einzelfall ist. Es gibt ja viele dieser kleinen Lokalblätter, die immer noch so arbeiten, als gäbe es das Internet nicht. Wahrscheinlich hängt das auch damit zusammen, das es für derartige technische Revolutionen kein Personal gibt, dass sich mit den daraus abzuleitenden Konsequenzen befassen könnte.

Das ist die praktische Seite. Wenn die Regierung einfach nur die Rückgänge bei Printmedien betrachtet und als Problem auffasst, daraus sogar schließt, die Leute würden weniger lesen, dann verkennt sie kurzerhand nichts weniger als eine kulturelle Umwälzung. Ich habe jedenfalls noch nie soviel gelesen wie heute. Dank des Internets sind aktuelle Nachrichten (und damit meine ich Minuten-Aktuell, nicht etwa Tages-Aktuell) zu Geringsten Kosten Verfügbar.

Dazu kommen noch unzählige Blogs und Dienste wie Google-News, die per Feed-Abo zu einer Art interessengelenktem Filter werden. Auf die Art entgeht mir so schnell nichts, was mich interessiert. Weder Print noch Fernsehen haben dem irgendwas entgegenzusetzen – mal ganz zu schweigen davon, dass das Internet ohnehin das Zeug dazu hat, alle bisherigen Medien zumindest technisch in sich zu vereinen. Das geschieht ja auch immer mehr; Keine Nachrichtenseite kommt ohne Videos aus und Podcasts werden auch immer beliebter – und wer partout seine Zeitung gedruckt lesen will, druckt sich den Kram halt selber aus.

Nicht nur Informationsjunkies wie ich lesen mehr denn je, ich stelle mal die wilde, weil ausschließlich aus subjektiven Eindrücken aus meiner Umgebung basierenden These auf, dass es der überwiegenden Mehrzahl der unter-35-Jährigen so ähnlich geht. Und da nahezu jedes (Winsener Anzeiger mal ausgenommen) Onlinemedium inzwischen über eine Kommentarfunktion verfügt, verliert Zeitunglesen zunehmend seinen rein passiven Charakter.

Auf Kommentare in anderen Medien kann ich zwar dank meines Blogs, dass für mich die gleiche Funktion erfüllt, verzichten. Aber auch hier wage ich die Vermutung, dass die meisten Menschen heute mehr schreiben, als sie es ohne das Internet tun würden.

Eine Pro-Print-Kampagne, die den Übergang vom Zeitalter der Papiermedien zum Zeitalter der elektronisch verfügbaren Informationen nicht nur nicht als Fortschritt anerkennt, sondern sogar für grundsätzlich falsch hält, wirkt auf mich wie eine der Wirklichkeit entrückte Lobby-Veranstaltung.

Menschen die so denken, haben vermutlich auch bei der Verbreitung von Waschmaschinen für das gute alte Waschbrett argumentiert und die Passagierluftfahrt mit Hinweis auf die doch so gut funktionierende Linienschifffahrt als überflüssig erachtet. Wäre es nach solchen Leuten gegangen, dann hätte die Menschheit wohl auch nie den Schritt vom Faustkeil zum Kupferbeil gemacht, weil sich der Faustkeil doch mehrere zehntausende Jahre lang bewährt hat und man doch so ein kulturelles Erbe nicht einfach auf dem Altar des Fortschritts opfern könnte.

Ich für meinen Teil trenne längst nicht mehr zwischen Print und Online, für mich sind es einfach nur Nachrichten – egal wie sie zu mir gelangen.

Internet-Radio

Da ich seit ein paar Monaten endlich wieder über eine Internet-Flatrate verfüge, noch dazu über eine vergleichsweise breitbandige (wer ISDN gewohnt ist, für den ist UMTS ein Quantensprung… inzwischen glücklicherweise auch kostenmäßig), kann ich mich nun endlich auch mit hochwichtigen Dingen wie Youtube & Co, Podcasts oder Internet-Radio beschäftigen, die mir bisher zwar als “gibts alles” abstrakt bekannt waren, die ich aber nunmal nie wirklich nutzen konnte.

Scheinbar gibt es jedoch Menschen, die sich noch weniger mit einschlägigen Diensten auskennen, obwohl sie seit langem über die technischen Notwendigkeiten, sie zu nutzen, verfügen.

Einer davon heißt Last.fm und ist ein personalisierbarer Radiosender. Man kann Künstlernamen oder Schlagworte eingeben und sich dazu passende, beziehungsweise ähnliche Musik übertragen lassen.

So in etwa habe ich mir immer den besten Radiosender der Welt vorgestellt – und auch wenn ich mit gewissen Positionen ab und zu ein Exot sein mag, stehe ich mit dieser Meinung – glaube ich – nicht völlig abseits;)

Daher: Wers noch nicht kennt, sollte es einfach mal ausprobieren. Ich finds klasse.

Die Internetadresse lautet auch wirklich einfach nur Last.FM.

Telefonspam

Falls jemand, so wie ich gerade,  einen entgangenen Anruf auf seinem Handy vorfinden sollte, der mit der Nummer 0696610 (oder vielleicht auch ähnlich) anfängt, erfährt hier warum er sich das zurückrufen sparen kann (es geht natürlich, wie eigentlich immer in solchen Fällen, um stumpfe Abzocke).

Wer rangegangen ist, war verdammt schnell – die klingeln nämlich zur Sicherheit nur einmal.

Wer bei solchen verdächtigen Anrufen gerade einen Internetzugang zur Hand hat, für den empfiehlt es sich eigentlich immer, zur Sicherheit kurz mal nach der Nummer zu googeln, so wie ich das auch getan habe. Für Telefonspam gelten da also die gleichen Regeln wie für komische Kettenmails, welche ja auch schonmal mein Thema waren.

Facebook – das Internet-Internet?

Wozu benutzt man das Internet? Na gut, da hat jeder so seine Prioritäten, im Endeffekt dürfte es aber um Nachrichten und Informationen gehen, ums Kontakte knüpfen und pflegen, Kommunikation mit diesen Kontakten.

Im Wesentlichen geht es um die klassischen Funktionalitäten von Nachrichtenportalen, Blogs und RSS, dann um Email und natürlich Instant Messaging.

Facebook implementiert im Augenblick einen eigenen Instant-Messaging-Service in seine Netzwerke. Damit bietet es praktisch alle diese essentiellen Funktionen und Dienste, ergänzt um die erhöhte Sicherheit was die Identitäten der Kontakte angeht. Und weitgehend Spamfrei scheint z.B. die Nachrichtenfunktion auch zu sein.

Dazu kommen die vielen Schnittstellen zum echten Internet: RSS-Feeds kann man aus Facebook heraus abonnieren, die Nachrichten empfängt man als vollen Text per Email. Es dürfte auch nur eine Frage der Zeit sein, bis der neue Facebook-IM-Dienst über Pidgin & Co nutzbar wird.

Es dürfte spannend sein, die weitere Entwicklung von Facebook* zu verfolgen.

*auch wenns so scheinen mag, ich bekomme wirklich kein Geld von Facebook für diesen Artikel.

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  • Löffel voller Weisheit

    Über Bush wurde in den letzten Jahren viel geredet, aber ich kann mich an keinen einzigen positiven Satz über ihn erinnern. Womit er noch schlechter als Hitler abschneidet, der zumindest manchmal für seinen Kampf gegen die Arbeitslosigkeit gelobt wird. — Gideon Böss

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