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Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.

Mit mehr Eheschließungen gegen den Klimawandel

Im November fanden britische Politiker in der Geburtenkontrolle ein wichtiges Mittel zum Kampf gegen den Klimawandel, wie ich berichtete.

Daraus sollte man aber besser nicht schließen, dass Familien generell das Klima schädigen. Im Gegenteil: Wer sich scheiden lässt, der verhält sich auch umweltpolitisch grob fahrlässig!

Natürlich können Ehen mal in die Brüche gehen. Aber angesichts dieser alarmierenden Nachricht, sollten vor allem umweltbewusste Ehepaare sich eine Scheidung unter diesem neuen Aspekt nochmal gründlich überlegen.

So, wann schlagen denn jetzt die Grünen endlich vor, dass Singles mit einer Sondersteuer belegt werden? Denn die mischen sich ja gerade in letzer Zeit zu gerne in Teile unseres Lebens ein, die sie nun wirklich gar nichts angehen (wie zuletzt die Frage, wieviel Fleisch wir essen dürfen).

Meine Befürchtung ist also gar nicht mal nur blanke Polemik, sondern liegt leider und unfassbarerweise im Bereich des Möglichen.

Einmal mehr gefunden bei Oekologismus.de

Forenfrust

Berufsbedingt bin ich derzeit in vielen Foren unterwegs, die sich mit Programmierung verschiedener Sprachen beschäftigen. Im Kern geht es bei meiner Arbeit um die Programmierung einer Website, die allerdings auf einem von mir selbst definierten Kiosk-System laufen wird, weshalb ich etliche Dinge nicht beachten muss, die Webdesigner beachten müssen, die für jedes System und jeden Browser programmieren.Darum muss ich aber ab und zu ganz gezielt zu klassischen “DONT”‘s der Webdesignwelt greifen.Jüngstes Beispiel: Ich möchte die rechte Maustaste irgendwie deaktivieren, damit nachher eben nicht einfach so der Kiosk-Modus verlassen werden kann. Das würde nämlich dazu führen, dass meine Software irgendwie unbrauchbar werden würde weil man dann zum Beispiel meine aufwändig programmierten Steuerungs-Buttons nicht mehr sehen kann.Naja, zu sehr ins Detail muss ich da jetzt nicht gehen aber jedenfalls ist das Deaktivieren der rechten Maustaste auf Internetseiten natürlich ein absolutes DONT – man greift ja schwer in die Kontrolle des Nutzers ein, was ich selbst auch nicht mögen würde. Außerdem ist es zunehmend schwerer, diese Blockade wirklich auf allen Systemen und allen Browsern durchzusetzen. Das alles ist mir natürlich längst bekannt, weil ich mich nicht erst seit gestern damit beschäftige.

Es geht einem dann jedes Mal das Herz auf, wenn man nach ähnlichen Anfragen anderer User in einschlägigen Foren zunächst Seitenweise Belehrungen lesen darf, dass

  1. dieses Thema schon mindestens geschlagene siebentausendvierhundertachtundneunzigmal erörtert wurde und man doch bitte die Suchfunktion benutzen möge (über die ich z.B. in der Regel auf genau diesen Thread gestoßen worden bin…)
  2. man so etwas einfach nicht tut und wer schon daran denkt ja nicht ganz normal sein kann oder keine Ahnung haben kann
  3. es in etwa eine Million Methoden auf Seiten des Nutzers gibt, jede einzelne machbare Maßnahme Seitens des Programmieres zu umgehen, weshalb der Poster (der offensichtlich mindestens eine oder zwei davon kennt) diese kosequenterweise auch gar nicht erst nennt…

Das es – rein theoretisch – auch mal ganz praktische Gründe geben kann, bestimmte Dinge zu programmieren kommt überraschend oft, wenn sich der Anfragende mal wieder meldet.

“Mein Chef will das so haben” ist zum Beispiel eine Standardantwort. Und sollte ich einmal eine Frage stellen müssen, dann würde ich (aufgrund dieser Erfahrugnen wohl schon gleich beim Frage stellen) erklären, dass es sich um ein stationäres Projekt und nicht um eine Website handelt.

Aber es nervt tierisch, dass jeder der etwas davon versteht gleich meint mehr oder gar alles zu wissen, was der Fragesteller nicht weiß und statt einfach nur die Frage zu beantworten macht er sich viel mehr Mühe damit, zu erklären warum das alles falsch und schlecht ist.

Schade: Klimacent nur eine Ente

Das ist deswegen schade, weil es ziemlich klar gezeigt hätte was uns der globale Klimahype eigentlich kostet. Ohne diesen Klimacent (der, erinnert man sich an den Kohlepfennig, sicher seinem Namen nicht gerecht geworden und mehr als nur einen Cent gekostet hätte) werden “Klimaschutzmaßnahmen” vermutlich aus dem “großen Pott” gezahlt, den niemand mehr unter Kontrolle hat und durch den auch kein Steuerzahler mehr durchblickt. Das ideale Instrument also, wenn es darum geht, unbeliebte Ausgaben zu tätigen oder politisch korrekte Dinge zu finanzieren, damit die in ihrem Ansehen nicht sinken.

Eine verbrauchsorientierte Gebührenerhebung ist im Zweifel immer gerechter, auf jeden Fall aber transparenter und darum fast immer die bessere Alternative gegenüber steuerfinanzierten Aktivitäten.

Entartete Kunst?

Obwohl Kultur eigentlich eher Ländersache ist, haben wir einen “Kulturstaatsminister” des Bundes. Naja aber Bildung ist ja eigentlich auch Ländersache, was den Posten einer Bundesbildungsministerin ebenfalls nicht auszuschließen scheint – soviel zum Thema Föderalismus in Deutschland. Ich wollte auch nur auf diesen vermutlich recht unbekannten Posten hinweisen, den seit einiger Zeit ein gewisser Bernd Neumann innehat. Vor ihm hat den Job übrigens Michael Naumann gemacht, der jetzt allen Umfragewerten trotzend Bürgermeister von Hamburg werden will.

Bernd Neumann aber hat sich jetzt in seiner Eigenschaft als oberster deutscher Kulturexperte zum Evergreen-Thema “Killerspiele “ausgelassen, denen er bei der Gelegenheit gleich noch dass auch in meiner unmittelbaren Umgebung gängige Attribut “menschenverachtend” verpasst. Natürlich ohne zu definieren, was denn nun “Killerspiele”, erst recht “menschenverachtende Killerspiele” sein sollen, unterstützt er offenbar pauschal alle Bestrebungen für Spielverbote in verschiedenen Bundesländern.

Er spricht von einem “unkontrollierten Medienkonsum”, was sich für mich wie der Wunsch anhört, Medienkonsum am besten staatlich möglichst umfassend kontrollieren zu wollen. Er konzentriert sich dabei nicht nur auf Computerspiele, auch gegen Musik auf CDs und Konzerten sowie Musikvideos hat er etwas. Jedenfalls dann, wenn sie nicht seinem Geschmack entsprechen.

Immerhin weiß ich jetzt endlich, was genau die Aufgabe des Kulturstaatsministers ist: Er definiert, was zu Kultur gehört und was nicht. Keine Ahnung, wie gewichtig sein Wort wirklich ist aber falls er doch was zu sagen hat, dann bedeutet das wohl für die Idee, dass Computerspiele Kulturgüter sind, tendentiell eher eine Absage.

Über Geschmack lässt sich zwar streiten – aber was vom obersten Kulturbanausenexperten der Nation als entartet und geschmacklos aussortiert wird, dass hat nichts mehr mit Kunst und Kultur zu tun. Und natürlich gehören Kontrolle und Entscheidungen auf diesem Gebiet nicht in die Hände der Eltern – in solchen Härtefällen erzieht der Staat selbst!

Was geschieht, wenn sich der Staat nicht einschaltet bringt Neumann (freilich wie üblich ohne irgendeinen Beweis auf Wahrheitsgehalt seiner Aussage) auch noch schnell auf den Punkt:

“Wir sehen Folgewirkungen in den Schulen: Der Anteil gewaltbereiter Jugendlicher nimmt drastisch zu, das muss uns zu denken geben”

Selbstredend sind dafür ausschließlich böse Musik, böse Musiker, böse Spiele und unfähige Eltern verantwortlich. Wenn diese Jugendkaputtmacher nicht wären, dann wäre die Welt vollkommen in Ordnung.

Jetzt wird der Alkohol zur Sau gemacht!

Verbote haben derzeit Hochkonjunktur. Woran liegt das? Natürlich an uns freien Menschen. Wir kaufen “Glühbirnen” statt Energiesparlampen, wir fahren auf Autobahnen schneller als 130 Kilometer in der Stunde, wir Rauchen wann und wo es uns passt, wir spielen “Killerspiele“, fahren SUVs (am besten noch dieselgetrieben und ohne Rußfilter!), wir sehen uns Internetseiten wie wir wollen – ohne uns zu fragen was unser Innenminister davon hält und wundern uns dann darüber, wenn der uns seine Trojaner ins System jagen will, wir raubkopieren und gefährden dadurch ganze Generationen massenkompatibler “Superstars”, wir stehen auf durchgestrichene Hakenkreuze um unserer Abneigung gegen Extremisten Ausdruck zu verleihen, wir fahrenfliegen in den Urlaub, wohin es uns passt, wir essen was und wo wir wollen, wir ignorieren Mehrwegverpackungen seit wir auch auf Einweg Pfand zahlen, wir treiben Wintersport auf Kunstschnee oder in Skihallen und einige besonders Verirrte von uns wählen sogar die NPD…

All dies macht deutlich: Wir missbrauchen unsere Freiheit jeden Tag! Einige dieser Verbrechen sind bereits verboten, was trotzdem niemanden hindert sie zu begehen. Was davon noch nicht verboten ist, sollte es nach der derzeit politisch korrekten Meinung dringend werden. Und wir sind Schuld, weil wir uns ja nicht von alleine so verhalten wollen, wie es unsere Führer von uns erwarten. Wir dagegen erwarten von denen, dass sie sich um all diese Probleme kümmern. Dafür haben wir (oder wenigstens die große Mehrheit von uns, die unbedingt eine große Koalition wollte um endlich die großen Probleme anzupacken) sie schließlich gewählt.

Sarkastische Zeitgenossen mit einem Hang zu Metaphern behaupten, dass mit jeder Verbotsdebatte eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Wenn das so ist, dann wird nun der Alkohol zur Sau: “Politiker fordern Alkoholverbot für Jugendliche” titelt Spiegel Online heute.

Die Sautreiber diesmal (bis jetzt): CDU/CSU und Grüne. Eine Kombination, an die ich mich immer noch nicht so ganz gewöhnt habe. Wer noch keine 18 ist, der darf nach den Jägermeister-Schwarzen und den Waldmeister/Wodka-Grünen bald nichtmal mehr ein Bierchen trinken. Außerdem soll das schon jetzt geltende Jugendschutzgesetz konsequent eingehalten werden. Weil sich die Vordenker dieser Idee darüber im Klaren sind, dass das nicht so einfach durchzusetzen ist, müssen “Kontrollen konsequent durchgeführt werden” (Maria Eichhorn, CSU). Irgendwas sagt mir, dass dabei nicht etwa die eigentlich zuständigen Eltern gemeint sind. Gibt es demnächst eine Art Schützenfestpolizei? Wird man sich bald daran gewöhnen müssen, dass Stadtfeste von einem streng und laut gebrülltem “Lassen sie das Bier fallen, Hände an die Wand!” unterbrochen werden?

Den Grünen reicht ein Verbot allein nicht aus. Sie wollen aufklären. Irgendwas sagt mir auch hier, dass man diese Aufgabe wohl nicht den Eltern überlassen will.

Wäre ich naiv, dann würde ich jetzt denken man hätte den entsprechenden Schulunterricht eingestellt. Zu meiner Schulzeit wurde das Thema nämlich in nicht weniger als drei Schulfächern behandelt… und trotzdem hat mich das nicht daran gehindert, zu trinken was, wann und wieviel ich für richtig gehalten habe. Gut, vielleicht bin ich aber auch ein von Natur aus böser Mensch.

Der Auslöser für die Debatte war übrigens mal wieder ein bedauerlicher extremer Einzelfall: Ein 16-jähriger aus Berlin hatte einen über den Durst 51 Tequila über den Durst getrunken und war danach ins Koma gefallen. Ich bin eigentlich ein relativ geübter Trinker, wenn ich mir aber innterhalb kürzester Zeit 52 Tequila in die Birne knallen würde, dann wäre ich auch so weg wie man nur sein kann.

Was spricht also dagegen, wenn man 16-jährigen verbietet Tequila zu trinken, noch dazu in solchen Mengen? Nun, dazu kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. Fakt ist jedoch: Es ist verboten. Die neue Sau läuft also mal wieder voll am Problem vorbei, die jetzt geäußerten Vorschläge hätten da gar nichts verhindert.

Warum gehen junge Leute eigentlich so schlecht mit sich selbst um? Weil sie ahnen, dass ihr Leben hart genug wird, weil zum Beispiel Jene, die nun nach Verboten aller Art schreien ihnen viele große Steine in den Weg gelegt haben? Zum Beispiel in Form von gewaltigen Schuldenbergen, einer halsabschneiderischen Rentenkasse, einem kaputten Gesundheitssystem, und teuer gewordenen Universitäten? All das lässt ja nicht gerade auf eine muntere Zukunft hoffen. Man könnte zu dem Schluss kommen, dass man eigentlich wenig zu verlieren hätte…

Und noch bevor ich den oben gelinkten Artikel zuende gelesen hatte, ahnte ich bereits dass wohl wieder mal nur eine Partei gegen diese neue, sinnlose Verbotsdebatte angehen würde. Der Satz des FDP-Sprechers für Drogenpolitik, Detlev Pfarr, “Ich habe den Eindruck, Politiker beruhigen ihr Gewissen mit spontanen Aktionen” ist mir wie aus der Seele gesprochen und ich hatte hier schonmal sinngemäß Ähnliches geschrieben:

Es scheint, als wären diese Gesetze das Produkt von Leuten, die glauben jedes Problem mit einem Verbot lösen zu können. Frei nach dem Motto: “Was mir nicht gefällt und was schlecht ist wird verboten, damit existiert es dann nicht mehr.”

Er ist zwar auch für mehr schulische Aufklärung und appeliert an Wirte auf “Flatrate-Partys” zu verzichten. Aber in der momentanen stammtischkonformen und verbotsgierigen Stimmung bildet seine Einstellung dennoch einen wohltuenden Kontrast zu den vielen allzu staatsgläubigen Freiheitsfeinden.

Darauf mach ich mir jetzt erstmal ein Bier auf. Prost.

Galgenhumor

Köstlicher Galgenhumor bei law blog-Lesern:

# Anonymous meint: (27. 2 .2007 um 17:08)
@ 17
nun, wenn man sich die Fortschritte der letzten 10 Jahre anschaut…wer weiß wozu die Proben dann nützlich sind….
Ähnliche Aussage des Herrn IM: “Niemand hat die Absicht, Mautdaten zur weiteren Verwendung als der Verkehrskontrolle zu sammeln.”

# Anonymous meint: (27. 2 .2007 um 17:11)
Es hatte ja auch niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen. ;-)

# Sittenwächter meint: (27. 2 .2007 um 17:17)

Niemand hat anscheinend sowieso ne ganze Menge tolle Ideen.
Arbeitet der nicht beim Schäuble?

Der zugehörige Artikel ist übrigens ebenso lesenswert wie diese ihn betreffenden Kommentare.

Faslam?

…fragte ich mich verwundert, als ich mir am Sonntag morgen die Augen rieb – denn ich stand entgegen all meiner Pläne für diesen Tag plötzlich auf einem Faslamswagen und lies mir Micky Krauses “Du hast die Haare schön!” in die vom Vortag noch ein wenig geschundenen Gehörgänge blasen. Geschunden deshalb, weil die Musik vom Vorabend mehr oder weniger die Gleiche war und ich mir nicht eine Minute Schlaf gegönnt hatte.

Als ich jedenfalls nach kurzer Orientierungsphase an mir herunterblickte, stellte ich erstaunt fest, dass ich immerhin noch die Kravatte vom Vorabend (Lumpenball) um hatte. “Ohne mich läuft nichts” stand da in dekorativer kleiner Schrift hundertfach drauf – da wurde mir klar, dass diese Kravatte offenbar zwischenzeitlich die Kontrolle über meinen Willen übernommen hatte. Vielleicht war auch das eine oder andere Bierchen (beziehungsweise dessen Nebenwirkungen) schuld, das lässt sich im Nachhinein natürlich nicht mehr zuverlässig ermitteln.

Genaugenommen war es so, dass mich ein paar alte Freunde angesprochen hatten, ob ich nicht Bock hätte mitzumachen, da sie ohnehin nur zu viert waren und das eigentlich ein bisschen wenig wäre. Nach einiger Überlegung und diversen Gewissensfragen muss ich wohl dann schließlich zugesagt haben.

Und so war ich nunmal da und musste das Beste draus machen. Ich weiß nicht ob es mir gelungen ist, wenn man aber meine Heiserkeit am nächsten Tag als Maßstab nehmen kann, dann war ich wohl verdammt gut. Oder wenigstens verdammt laut. Die “Gesamtleistung” sollten allerdings doch lieber die Zuschauer beurteilen.

Das Wetter war, gemessen an den himmlischen Frechheiten, die bei den beiden anderen Umzügen in die ich irgendwie involviert war herrschten, jedenfalls mal erste Sahne. Nur gegen Ende wurde es etwas ungemütlich kalt, trocken ist es aber trotzdem fast den ganzen Tag geblieben.

Der Umzug selbst war in diesem Jahr mal wieder wirklich gelungen, dass muss man neidlos anerkennen. Unser Wagen war jetzt nicht unbedingt ein Vertreter der Spitzengruppe, dazu war er schonmal viel zu klein. Dafür haben wir mit “Bauer sucht Frau” eine der blödesten Sendungen verarscht, die es meiner Meinung nach zur Zeit gibt – und dabei hatten wir auf jeden Fall eine Menge Spaß.

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Dass muss auch dem Fotografen einer noch von mir zu ermittelnden Zeitung der Zeitung “Harburger Anzeigen und Nachrichten” (Ausgabe vom vergangenen Montag, dem 19. Februar 2007) aufgefallen sein, der mich mitten in meinem Element ablichtete – und mich sogar auch noch namentlich erwähnte…

Ich weiß nicht wievielen Zuschauern ich den Vorgarten geharkt habe (“alles im Service inbegriffen”) oder wievielen Leuten ich irgendwelche anderen dummen Sprüche zugerufen habe. Ich weiß nichtmal mehr was ich bei dem kurzen Interview so alles gesagt habe, dass jene Reporterin mit mir mitten in der Innenstadt geführt hatte. Auf sowas war ich natürlich nicht vorbereitet, sowas gibts bei unserem Hoopter Umzug doch eher selten. Auf die Frage “Warum habt ihr euch ausgerechnet diese Sendung ausgesucht?” habe ich glaube ich sinngemäß irgendwas in der Art “Keine Ahnung, ich bin erst gestern Nacht eingestiegen und hatte da auf die Themenwahl quasi keinen Einfluss mehr, wie sie sich denken können. Aber wahrscheinlich wollten wir einfach mal eine total behämmerte Fernsehsendung verarschen.” von mir gegeben.

Trotz all dieser Erinnerungslücken und trotz unfassbarer Erschöpfung am gestrigen Montag bereue ich (bis jetzt) nicht am Umzug teilgenommen zu haben. Heute ist dann Siegerehrung, ich rechne selbstverständlich ganz fest mit einem Pokal!

PS: Für den Fall, dass immer noch jemand keine Ahnung hat was Faslam ist (auch dass habe ich auf dem Umzug öfter mal erklären müssen, zumindest was den grundsätzlichen Unterschied zum Karneval angeht), dem sei mein früherer Artikel zum Thema ans Herz gelegt.

“Killerspiele”: Lieber totale Entmündigung statt “nur” Jugendschutz?

Heute vormittag hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen dem Volk, bzw. der Presse ihre Pläne zum Thema “Killerspiele” verkündet. Demnach genügt der Bundesregierung die aktuelle Kontrolle durch die USK nicht, auch wenn die laut Spiegel Online als eine der härtesten der Welt gilt.

Die neuen Regelungen beziehen sich demnach nicht mehr nur auf die verherrlichung von Gewalt, sondern auch auf die bloße Darstellung: “Damit würden extrem gewaltbeherrschte Trägermedien wie Computerspiele, Videos und DVDs in Zukunft per Gesetz automatisch für Kinder und Jugendliche verboten, sagte von der Leyen. Sie dürften dann nur in gesonderten Geschäften und an Erwachsene verkauft werden” (Spiegel Online). Man kann sich drüber streiten, ob das nicht etwas zu heftig ist oder nicht, ich finds übertrieben weil ich sowieso der Meinung bin, dass die Wirkung von Spielen und Filmen weit überschätzt wird. Aber da diese Regelung mich ohnehin nicht weiter betrifft könnte ich damit Leben.

Einem gewissen Herrn Beckstein scheint das aber nicht zu reichen. In Bayern verspricht man sich offensichtlich von einem totalen Verbot von “Killerspielen” Wählerstimmen. Das würde dann auch Erwachsene einschließen und hätte nichts mehr mit Jugendschutz, dafür sehr viel mit Zensur zu tun.

Staatliche Entmündigung erwachsener Menschen scheint manchen Politikern ein zu rechtfertigendes Mittel zu sein, wenn es um Stimmenfang per Stammtischparole oder vermeintlich “einfacher” Lösungen geht.

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